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Stefan Wallner

Geschäftsführer Bündnis für Gemeinnützigkeit Österreich | erfahrener Gestalter in Politik, Wirtschaft und NGOs | PROFIL-Kolumnist
Empathie und Pragmatismus: Über strategisch kluges Handeln in eine polarisierten Gesellschaft

▶️ 📹🌱

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Darum geht's in diesem Gespräch

Stefan Wallner, Stratege zwischen österreichischen Sozialorganisationen, Politik und Wirtschaft, zeigt: Veränderung gelingt nicht durch Aussteigen, sondern durch kluges Einsteigen. Sein Weg – vom 28-jährigen Caritas-Generalsekretär in der Asylkrise bis zum Kabinettschef in der türkis-grünen Koalition – beweist, wie Pragmatismus und Empathie selbst in polarisierten Zeiten wirken. Ob beim Gründen der „Zweiten Sparkasse“ für Menschen ohne Konto oder beim Durchsetzen des Gemeinnützigkeitspakets: Entscheidend ist, die Schmerzpunkte des Gegenübers zu verstehen – und Lösungen zu schaffen, die alle „herzeigen“ können. 

Im Gespräch erklärt er, warum wir derzeit kein Scheitern der NGOs erleben, sondern eine Krise durch eigenen Erfolg.

Er ermutigt, die Spielräume für das eigene Wirken zu finden, vor allem auf kommunaler Ebene. Und sich dabei auch selbst herauszufordern. Wallners Botschaft: „So gut ich kann – und kein bisschen weniger.“ Ein Plädoyer für mutiges Handeln, wo andere resignieren.

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Biografie

Stefan Wallner wirkt seit vielen Jahren an den Schnittstellen von Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft – mit dem großen Anliegen, sozial benachteiligten Menschen einen Platz in der Gesellschaft zu geben. Als Politikwissenschaftler mit Ausbildungen in systemischer Organisationsentwicklung und Mediation begann er seine Laufbahn in der Caritas, wo er 1999 als erst 28-Jähriger zum Generalsekretär bestellt wurde. In den zehn Jahren an der Spitze der Caritas lernte er, mit politisch und sozial herausfordernden und zum Teil überfordernden Situationen umzugehen.

In dieser Zeit gründete er gemeinsam mit der Erste Bank die 2. Sparkasse – eine eigene Bank für Menschen, die auf Grund ihrer schwierigen Lebenssituation in einer normalen Bank kein Bankkonto bekommen würden.

Von 2009 bis 2016 wirkte er als Bundesgeschäftsführer der Grünen und gestaltete wichtige Wahlerfolge mit – u.a. im Jahr 2016 die Wahl von Alexander Van der Bellen zum Bundespräsidenten. Direkt danach wechselte er in die Erste Group Bank AG, wo er für die Markensteuerung verantwortlich zeichnete.

Als die Grünen Anfang 2020 in Regierungsverantwortung kamen, wechselte Stefan noch einmal für kurze Zeit in die Politik und war u.a. Kabinettschef bei Vizekanzler Werner Kogler.

Seit Jänner 2023 ist Stefan Wallner Geschäftsführer des Bündnisses für Gemeinnützigkeit Österreich, dem 100 große und kleine Nonprofit-Organisationen und 25 der größten österreichischen Wohlfahrtsträger und Verbände mit weit über 3.000 Mitgliedern bestehend aus gemeinnützigen Vereinen, Stiftungen und sozialen Unternehmen angehören. Das Bündnis setzt sich für bessere Rahmenbedingungen für gemeinnützige Arbeit und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt ein: Interessensvertretung für die gute Sache in Zeiten der milliardenschweren internationalen Machtmaschinerie.

Seit 2025 schreibt er eine regelmäßige Kolumne für das Nachrichtenmagazin PROFIL.

Mehr erfahren

>> Bündnis für Gemeinnützigkeit Österreich

>> Zweite Sparkasse – für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten

>> Stefan Wallners Kolumne im Nachrichtenmagazin PROFIL

>> Porträt über Stefan Wallner im Magazin Datum (2020)

 

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Maria Hartl
1 Monat zuvor

Das war ein großartiges umfassendes offenes und vertrauensvolles Gespräch. Es tut gut, soviel positive Möglichkeiten zu hören. Danke vielmals.

1 Monat zuvor

Danke, für dieses ehrliche Interview. Es gab mir neue Aspekte mit:
aus einer anderen Intention Politiker/Funktionsträger zu unterstützen.
Der klare Blick auf die regionale Ebene.

Bettina Klein
1 Monat zuvor

ich wollte eben voller Interesse die Kommentare lesen und fand nur einen. Ich finede es erstaunlich oder vielleicht auch nicht, denn in diesem Gespräcvh geht es um eigene Aktion und nicht um meine Befindlichkeit. Ich schätze das Gespräch mit mit Andre Weller und gleichzeitig fordert es mich dieses praktisch, mich der Gegenwärtigkeit im Großen zu stellen. Bei mir tauchte der Gedanke auf, wann trifft sich wo die Gruppierung, die meinen Werten nicht entspricht. mit wem würde ich zu den Treffen vor Ort gehen – um zuzuhören und um meine Position zu benennen.
Wie funktioniere ich im Sein mit Menschen die andere Werte vertreten. Diesers Gespräch war eine erster oder zweiter Hinweis. Danke

Gerhard Schmoeckel
1 Monat zuvor

Danke für die vielen erhellenden Einblicke tief in die politische Arbeit!!! Dass aber das Engagement in NGOs heute so an Attraktivität verloren haben liegt meiner Ansicht nach nicht nur am Lobbyismus zu mächtig gewordener Einzelgruppen. Zu viele von NGOs erreichte Einzelregelungen zum Schutz von Minderheiten oder der Umwelt werden von vielen Menschen als ermüdend und als Einschränkungen der persönlichen Entfaltungsfreiheit empfunden. Dazu hätte mich seine Meinung interessiert.

Stefan
1 Monat zuvor
Antwort auf  Gerhard Schmoeckel

Ich denke, wir haben zu wenig darauf geachtet, Maßnahmen und Forderungen zu begründen. Warum sind Menschenrechte wichtig, warum ist der Schutz der Natur wichtig. Und es geht auch um das WIE. Zuhören, gehört werden, Augenhöhe statt Belehrung oder Abwertung anderer Positionen. Wir sollten wieder stärker versuchen, die Herzen der Menschen, die sich vielleicht weniger mit diesen Themen beschäftigen, oder andere Positionen oder auch Vorurteile haben, zu gewinnen.

Annette
1 Monat zuvor

Was für ein Genuss, euch beiden zuzuhören!
So sinnreich und perspektivisch! Von Herzen dank!

Dagmar
1 Monat zuvor

…auch von mir aus tiefstem Herzen Dank für dieses großartige und wertvolle Gespräch….und für all die unterschiedlichen Blickwinkel auf unsere Zivilgesellschaft….sehr bereichernd !!!!

Andreas Schulz
1 Monat zuvor

Ich würde die Sache mit der “Kriese durch den eigenen Erfolg” zusätzlich so beschreiben. Wir haben viele (grüne) Werte recht schnell als Standard eingefordert und damit eine große Gruppe in der Bevölkerung mit unserer Geschwindigkeit überfordert. Und wie jetzt Kriese und Ängste aufgepoppt sind, Korona, Inflation …, hat diese Gruppe sich den lauten Schreien zugewandt die für jeder komplizierte Problem eine einfache Lösung anbieten.
Und wir haben viel gelernt, ich habe den Eindruck es geht schon wieder einiges weiter.

Sigrid
1 Monat zuvor

Wertvolles Gespräch, weil es auch eine anderen Blick auf politisches Handeln öffnet

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