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Nora Bateson

Preisgekrönte Filmemacherin | Erfinderin des „Warm Data“-Ansatzes | Autorin
Lebendige Systeme verstehen: Beziehung und Bewegung als Schlüssel für Veränderung

▶️ 📹🌱

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Darum geht's in diesem Gespräch

Nora Bateson lädt uns ein, die Welt nicht als starres System, sondern als lebendigen, sich ständig wandelnden Organismus zu begreifen. In einer Zeit der Polykrise – geprägt von wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen – betont sie die Bedeutung von Bewegung, Intimität und transkontextuellem Denken. Statt in Erstarrung und Hoffnungslosigkeit zu verfallen, zeigt sie Wege auf, wie wir durch tiefe Beziehungen, die Wahrnehmung von Komplexität und das Loslassen von Schubladendenken echte Veränderung bewirken können.

Ihr Appell: Veränderung entsteht dort, wo wir uns der Komplexität unserer Beziehungen stellen – in unseren Familien, Freundschaften und im Umgang mit uns selbst. Indem wir uns auf das konzentrieren, was unter der Oberfläche brodelt, und lernen, flexibel wie eine Wurzel zu sein, können wir neue Lösungen finden. Batesons Botschaft ist klar: Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Mut, uns auf den Prozess des Lernens und der Verbindung einzulassen.

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Biografie

Eine neue integrale Weltsicht, neue Lösungen für eine immer komplexer werdende Welt – das trieb den Philosophen, Sozialwissenschaftler und Kybernetiker Gregory Bateson um – und genau dieses Thema steht auch im Mittelpunkt der Arbeit von Nora Bateson, seiner Tochter.

Sie dreht Filme, gestaltet Forschungsdesigns, schreibt Bücher, lehrt an verschiedenen Universitäten und leitet das International Bateson Institute (IBI). Unter dem Dach des IBI mit Sitz in Schweden forschen internationale Denker:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen unterschiedlichster Disziplinen miteinander.

In ihrer Arbeit geht Nora der Frage nach, wie wir die Welt in ihrer Komplexität erfassen können, um mit ihr besser interagieren zu können. Dabei verbindet sie Erkenntnisse aus der Biologie, den Kognitionswissenschaften, Kunst, Anthropologie, Psychologie und Informationstechnologie miteinander – in einer Ökologie des Gesprächs, wie sie ihre Forschungen bezeichnet. Nora entwickelte inszenierte und produzierte Nora den preisgekrönten Dokumentarfilm An Ecology of Mind, ein Porträt ihres Vaters Gregory Bateson. In ihrem 2016 veröffentlichten Buch Small Arcs of Larger Circles (Kleinere Bögen für größere Kreise) legt sie den von ihr entwickelten Ansatz zur Erforschung von Systemen und Komplexität dar.

Noras aktuelle Forschungen konzentieren sich auf den Warm Data-Ansatz: Wir leben in einer Zeit, die von Big Data und Algorithmen – kalten Daten – geprägt ist. Der Warm Data-Ansatz betrachtet die Welt nicht als Ansammlung isolierter Datenpunkte, sondern als lebendiges Netzwerk von Beziehungen. Big Data liefert uns oft dekontextualisierte Informationen, die insbesondere in Bezug auf komplexe Systeme zu suboptimalen Entscheidungen führen können. Eine Methode, um Warm Data erfassen zu können, ist das Warm Data Lab. Hierbei nehmen die Mitwirkenden ihre individuelle Perspektive zu komplexen Sachverhalten ein und ermöglichen auf diese Weise integrale Sichtweisen.

Mehr erfahren

» Website Warm Data Life (die IBI-Website ist derzeit in Bearbeitung)

» Bücher, Lesungen und Videos Nora Bateson 

fff

Medienempfehlungen:

 

Wir empfehlen, die Bücher bei deiner lokalen Buchhandlung zu kaufen - oder in fairen Onlineshops z.B. buch7.de, ecobookstore.de oder fairbuch.de.

 

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13 Comments
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Julya Mälitz
2 Monate zuvor

Vielen Dank für das intensive und bereichernd Gespräch. Aus dem Schmerz und der Scham der vergangenen Fehler lernen und es jetzt anders machen und in Bewegung bleiben, wie die Wurzel auf dem Felsen -wie Wasser. Ja, sehr berührend. Auch über das Trauma der Familie.Danke
Und dem Wunsch von Hemma kann ich mich nur anschließen und freue mich, dass sie wieder dabei ist. Herzliche Grüße allen Aktiven von und für Pioneers of Change.

Thea
2 Monate zuvor

Ein sehr interessantes und anregendes Interview, herzlichen Dank. ich habe in den letzten Tagen auch die Gespräche mit Gerald Hüther, Friedemann von Thun und Peter Wohlleben gesehen, und ich sehe für mich persönlich einen gemeinsamen roten Faden auch mit dem, was Nora Bateson erklärt: Uns selbst, die Welt, den anderen wahrnehmen und wirklich gut spüren, woher wir kommen (wir sind Naturwesen!) und was unsere echten Bedürfnisse sind – wenn wir alle diese Fähigkeit besäßen und auch bereit sind, hinzuspüren, hinzusehen, echtes Interesse an der Welt und ihrem Wohlergehen haben, dann kommt etwas in Bewegung, dann kommt uns das zugute. Dazu bedarf es aber kreativer Offenheit, vor allem auch Bereitschaft und den Mut, andere Werte zu leben als die zurzeit gemeinhin verkopften (Bsp. Sportzentrum in diesem Interview). Wir haben uns von uns selbst und von dem, was uns menschlich macht, entfernt und sollten lernen und üben, uns wieder zu spüren.

Hanna
2 Monate zuvor

Puuuuh… was für ein anspruchsvolles Gespräch!!!! Bin einigermaßen geflasht und brauche erstmal Zeit, das sacken zu lassen. Tolles Gespräch… und Hemma einfach bewundernswert, wie sie all dem folgen und gute Fragen stellen konnte!!! Ich denke, ich möchte später noch mehr dazu schreiben.
Für heute vielen, vielen Dank!!!

2 Monate zuvor

Ein unglaublich spannendes und in sich transkontextuelles Interview. Sooo viel suchende Offenheit – deren wunderbare Dynamik / Bewegung hat viele co-kreativen Prozesse in mir in Gang gebracht.

Danach begab ich mich in die Küche, um ein Abendessen zu bereiten. Keine Gewohnheit hat mich eine köstliche Suppe kochen lassen – sie war das Ergebnis einer intimen Beziehung mit vorhandenen Nährstoffen.
Es hat große Freude bereitet, war eine fantastische Erfahrung und hat die Freude über das Interview – wie immer sie, die Freude, auch multikontextuell verursacht war – vor und zurück in der Zeit, noch verstärkt.

Herzlichen Dank! insbesondere auch für den Wunsch von Nora Bateson für uns Zuhörende.

Magdalena
2 Monate zuvor

Das war das für mich wertvollste Interview bisher. Ich mache gerade eine systemische Beraterausbildung und sie hat diese Haltung verkörpert und am praktischen Beispiel verdeutlicht!
Ich danke Nora Bateson sehr!

2 Monate zuvor

So wunderschön berührend 💛 herzlichen Dank!

Edelgard
2 Monate zuvor

Großartig … in mir gehen Türen auf, die momentan ohne Worte sind! Danke für diese Bereicherung.

jOh
2 Monate zuvor

This was very sensitive – probably gives me more when i realy listen awake for it again.
I still hadn’t found the wisdom of living systems completly, but much more lively witchcraft for future.
thx

2 Monate zuvor

Wow. Danke! So langsam bekomme ich eine Ahn-ung davon, zu was wir Menschen in der Lage sind, wenn wir in echte Beziehung zueinander gehen, uns wahrnehmen, sehen, damit neue Räume öffnen und miteinander gestalten. Ich hab die Dimension dessen bisher nicht fühlen können. Jetzt fängt es an durch meine Zellen zu sickern. Der Summit ist gelebtes Beispiel dafür. Ich fühle mich als Teil von euch, obwohl ich hier erstmal “nur” zuhöre, bezeuge und staune.

Dagmar
2 Monate zuvor

….wow….den Ansatz zum Schluß mit dieser Art von Rückblick leih ich mir….soooo stark!
Danke auch für dieses Interview!!!

Hanna
2 Monate zuvor

Auch wenn der Summit vorbei ist – ich habs nicht vorher geschafft. Ich möchte aber noch einmal sagen, wie spannend ich dieses Gespräch fand! Ich hätte Nora Bateson noch stundenlang zuhören können… Und dachte, ich würde mir ein Seminar wünschen in dem all dieses Themen nach und nach behandelt würden und man Fragen stellen könnte und diskutieren… – es war einfach Stoff für viele Stunden… Besonders spannend fand ich ihre Definition bzw. ihre Deutung von DoubleBinds. Ich hab mich viel mit DoubleBinds beschäftigt, in meiner Lebensgeschichte und auch im Studium – aber so hätte ich sie nie verstanden. So erinnern sie mich etwas an Koans im Zen – unlösbar, aber Wachstum bzw. Entwicklung eröffnend. So möchte ich auch noch einmal intensiv auf die Double-binds schauen, die mich gequält haben – vielleicht kann ich sie neu verstehen!
Auch die Sache mit den Bakterien/Mikrobiom und den Sinnesorganen – superspannend… da wüsste ich gerne mehr drüber!!! (Der Name Lynn Margulis ist notiert – vielleicht finde ich da ja etwas.)
Bei dem was sie zum Thema Sucht und ihre Bewältigung sagt, möchte ich widersprechen … – ich habe das für mich völlig anders erlebt – es sei denn, man lässt die Beziehung zu sich selbst als nahe Beziehung gelten – aber so wie ich sie verstanden habe, meint sie genau das nicht. Aber auch hier inspiriert sie mich, noch einmal neu hinzuschauen…
In deutscher Sprache habe ich leider erstmal nichts von Nora gefunden, das finde ich sehr schade und hoffe, das ändert sich noch!

Zuletzt bearbeitet am 2 Monate zuvor von Hanna
Maria
2 Monate zuvor

Ein sehr schönes Gespräch. Danke!

Silvia Hein
2 Monate zuvor

Schade, ich konnte dem Interview nicht mehr folgen, da das Englische – die Originalsprache und das synchronisierte Deutsch fast gleich laut waren, wie ein Widerhall, was das Verstehen für mich sehr schwierig gemacht hat. Auch dass die Synchronisation von Hemma gesprochen wurde, hat mich verwirrt… und dann noch die Schrift… “es passiert so viel gleichzeitig” das strengt an.

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