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Katharina Rogenhofer
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Darum geht's in diesem Gespräch
„Was bleibt, wenn die Welle zurückweicht?“ 2019 schien alles möglich: Fridays for Future füllte die Straßen, das Klimavolksbegehren sammelte 400.000 Unterschriften – und plötzlich bewegte sich auch die Politik. Doch dann kam Corona. Dann der Krieg. Plötzlich war Klima wieder nur ein Thema unter vielen. Was tun, wenn der Schwung nachlässt?
Katharina Rogenhofer hat mit dem Kontext Institut eine klare Antwort: „Wir müssen den Diskurs verbreitern – und uns selbst stärken.“ Statt nur über CO₂ zu streiten, setzt sie auf Kreislaufwirtschaft, die Wirtschaft und Umwelt verbindet. Statt in gesellschaftlichen Blasen zu bleiben, bringt sie ungewöhnliche Partner:innen zusammen – vom Bundesheer bis zur Industrie. Und statt in Ohnmacht zu verfallen, fragt sie: „Wo spüren wir Selbstwirksamkeit?“
Ihr Geheimnis? „Weich werden, um stark zu bleiben.“ Traumaarbeit, geteilte Führung und die Gewissheit: „Es reicht, ein Puzzleteil beizutragen – Hauptsache, wir bleiben handlungsfähig.“ Denn die größte Gefahr ist nicht der Widerstand von außen, sondern die Vereinzelung. Ihr Appell: „Sucht euch Verbündete. Findet eure Wirksamkeit. Und lasst uns gemeinsam die Bläschen zum Kochen bringen.“
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Biografie
Dezember 2018. UN-Klimakonferenz in Katowice. Katharina Rogenhofer ist im Rahmen ihres Praktikums bei der UN-Klimarahmenkonvention mit vor Ort – und wohnt einem geschichtsträchtigen Moment bei. Ein 15-jähriges Mädchen spricht über den Klimawandel und unser Haus, das brennt. Greta Thunberg. Sie streikt seit August 2018 jeden Freitag in Stockholm dafür, dass die schwedische Regierung sich für die Erhaltung des 1,5 Grad Zieles einsetzt, wie sie es im Jahr 2015 auf einer vorherigen Klimakonferenz eigentlich beschlossen hatte. Greta beeindruckt damals viele junge Menschen – auch Katharina.
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Die wird von der Praktikantin zur Aktivistin, startet im Dezember 2018 Fridays for Future in Wien. Mehr noch: Im April 2019 initiiert Katharina das Klimavolksbegehren, das mit knapp 400.000 Unterschriften in einen erfolgreichen Antrag im österreichischen Parlament mündet. Hoffnungsschimmer!
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Und dann? Anschreiben gegen die weiteren Krisen, die sich auftun, Lösungen aufzeigen. Im Juli 2021 veröffentlicht sie gemeinsam mit Florian Schlederer ihr erstes Buch „Ändert sich nichts, ändert sich alles“, das als „Buch der Stunde“ gelobt wird und ein engagiertes Plädoyer für einen Green New Deal darstellt, fachlich und wissenschaftlich fundiert. Außerdem schreibt Katharina Kolumnen für das Online-Magazin MOMENT.AT - und netzwerkt weiter.
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Ukrainekrieg, Israel-Palestina-Konflikt, allgegenwärtige Backlashs, die die Aufmerksamkeit für die Klimakrise schwinden lassen. Trotzdem weitermachen: 2024 gründet Katharina gemeinsam mit Tina Deutsch den Klima-Thinktank „Kontext – Institut für Klimafragen“. Das Ziel: Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fundierte Einordnungen für klimapolitische Entwicklungen liefern und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen – bestärkt von einem hochdekorierten Beirat.
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Wie blickt Katharina auf damals und heute? Was lässt sie weitermachen? Welche Perspektiven sieht sie? Katharina Rogenhofer war 2020 schon einmal beim Summit zu Gast. Dieses Interview knüpft am alten Gespräch an. Dieses findest du als Bonus im Kongresspaket.
Mehr erfahren
» Kontext - Institut für Klimafragen
» Kolumnen von Katharina Rogenhofer bei Moment.at
» Fridays for Future Österreich
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Danke für das beeindruckende Interview!
Es beschäftigt mich auch gerade sehr, wie man Menschen aus unterschiedlichen Richtungen dazu bringt, einander zuzuhören. So kann Verbindung entstehen und somit Veränderung!
So toll, euer Format, in dem ihr immer 4 Menschen an einem Tisch setzt und somit in den Austausch bringt. Ich glaube, das bewirkt Veränderung in Wirtschaft, Politik und der Gesellschaft. Veränderung für die Umwelt, mehr im Miteinander, mehr im Wir. Das ist Demokratie fördernd!
In der Entpolarisierung liegt die Kraft.
Viel Power wünsch ich euch beim weitermachen. Danke für eure Arbeit!
Friday for future ist ja auch für den Bau von Windrädern, und sehr viele Menschen hinterfragen den Windradbau nicht. Sie halten diesen für eine umweltfreundliche und klimafreundliche Lösung . Ich wohne in einem kleinen Tal in der Steiermark, das umgeben ist von vielen mittelhohen dicht bewaldeten Bergen. Schon seit längerer Zeit wird bereits hinter dem Rücken der Bevölkerung über den Bau von Windrädern spekuliert. Ein großer Konzern verhandelt anscheinend mit dem Bürgermeister, einigen Parteien/ nicht allen glücklicherweise… und den Waldbesitzern. Den Bauern und Waldbesitzern werden große Summen von Geld geboten…….. Wer sich mit dem Bau von Windrädern beschäftigt, wird bald fündig und weiß, dass Windräder ein radikaler Eingriff in die Natur sind und große negative, zerstörerische Auswirkungen auf die Landschaft, die Pflanzenwelt und die Tierwelt haben/ hunderte von Vögeln fliegen z. B. auf die Windräder zu und werden von den riesigen Mühlen der Windräder getötet – und auch das typisch periodische natürliche Windsystem bzw. die spezielle Luftströmung eines Gebirgsklimas wird zerstört. Zudem beeinträchtigen Windkraftanlagen die Ästhetik der idyllischen Wälder. Und es wird ein Riesenmaterial für eine einzige Windturbine benötigt: 260 Tonnen Stahl, 4,7 Tonnen Kupfer, 1200 Tonnen Beton, 3 Tonnen Aluminium, 2 Tonnen seltene Erden wie z. B. Neodym und Dysprosium…. Wenn der Bau genehmigt wird, gibt es kein Zurück mehr, um die Berge und Almen zu schützen. Vorige Woche gab es in unserer Gemeinde eine öffentliche Diskussion über dieses Thema. Leider war die Beteiligung der Bevölkerung sehr gering. Wichtige Gegenargumente im Detail: Waldrodung und Flächenverbrauch: Für den Bau und die… Weiterlesen »
Danke das du das Thema der Windräder so ausführlich hier rein bringst, ich halte sie auch nicht für die Lösung. Das gehört leider in das herrschende Narrativ, ich verstehe das Klimathema ist sehr komplex, sehe ich einen großen Treiber die Bauwirtschaft, die industrielle Landwirtschaft, die großen Waldrodungen für Palmöl, das zum Teil in Ökostrom für Strom bei uns dient, Waldrodungen für Anbau von Viehfutter der Massen Tierhaltung. Ein Wirtschaftsysthem was auf zwingendem Wachstum beruht kann nur Zerstörung bringen, In meinem Verständnis ist regionaler werden, mit Energie, gesunder kleinteiliger, Landwirtschaft/ Ernährung, wie kommen wir unternander in Frieden und Verbindung die wichtige Thema für eine gesündere Welt. Gibt es den Mut sich für die Zukunft auch mal die freie Energie anzuschauen, die vor dem 1. Weltkrieg erforscht wurde und in Vergessenheit geraten ist, und ein gewisses Risiko bedeutet sich damit zu beschäftigen da man damit kein Geld verdienen kann, weg von all den großen Energieplayern. Ich würde mich freue wenn zu Themen die außerhalb der Box sind eine Offenheit entsteht. Das mit der Desinformation finde ich ein schwieriges Thema, da ich so viel Verdrehung war nehme, Menschen mit abweichenden Meinungen schnell in der rechten Ecke landen. Das ist wichtig mit rein zu holen wenn wir von Demokratie sprechen.
Danke, liebe Susanna, dass du mir so ausführlich und umfassend geantwortet hast. Und danke, dass du das Klimathema auch so komplex siehst. ich beobachte auch, dass bezüglich der Windräderthematik ein vorherrschendes Narrativ vorhanden ist und dass man, wenn man diesbezüglich eine differenzier Ansicht hat, schnell in die rechte Ecke gestellt wird – leider. Aus diesem Grund ist dann ein vernünftiger Dialog oft unmöglich. Und freie Energie ist ein Punkt, der nach wie vor noch viel zu wenig in den Blick genommen wird. Danke für deine perspektive.
….suuuper…Danke Euch…”Kreislaufwirtschaft” ist voll mein Interessensgebiet !!!!
Wow! So eine berührende Art und Weise Themen klar zu bennen, Zusammenhänge zu zeigen, Menschlichkeit reinzubringen. Selten habe ich erleben dürfen, dass mutmachen so schön berühren kann, und so verbindend. Danke, Danke, Danke!
Danke Katharina! Nachdem ich vor einem Jahr dein Buch gelesen habe, hat mir dein Interview bestätigt, dass du dran bleibst und das leider derzeit viel zu vernachlässigtes Thema Klima am Leben hältst.
Klar, kompetent, fühlend und mitfühlend zu den Themen und komplexen Herausforderungen unserer Zeit! Auf die Frage, die sich wohl viele von uns stellen: “Was kann ich Einzelne schon tun”, hast du, Katharina, eine ebenso einfache wie geniale Antwort: Nicht Einzeln bleiben!” Danke für dieses Interview!