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Judith Mangelsdorf
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Datenschutz-InfoDarum geht's in diesem Gespräch
In ihrem Interview spricht Judith Mangelsdorf über individuelles und kollektives Wohlbefinden und zeichnet die Vision einer Gesellschaft des Füreinanders. Es geht darum, weniger danach zu streben mehr zu haben, zu tun und zu wollen und stattdessen soziale Gerechtigkeit und gegenseitige Unterstützung als Grundlage für Glück zu erkennen. Zuversicht, Sinn und Freude können dabei Möglichkeitsräume und gelingende Veränderung maßgeblich stärken.
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Biografie
„Die besten und schlimmsten Erfahrungen unseres Lebens können zu mehr Weisheit, Erfüllung und mehr Lebensglück führen. Dabei geht es weniger um Freude und Unbeschwertheit als um ein tiefes Verständnis für uns selbst und die Welt, in der wir leben.“
Mit diesen beiden Sätzen lassen sich die Kernthesen von Judith Mangelsdorfs Forschungen zusammenfassen. Sie ist Psychologin, Glücksforscherin und Deutschlands erste volle Professorin für Positive Psychologie, zu der sie im Jahr 2021 an der Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport in Berlin berufen wurde. Dort leitet sie den ersten deutschen Masterstudiengang in Positiver Psychologie.
Zudem ist Judith Mangelsdorf Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) und Mitbegründerin und zweite Vorsitzende des Deutschsprachigen Dachverbandes für Positive Psychologie. Sie gehört sie zu den wichtigsten Vertreterinnen dieser psychologischen Fachdisziplin im deutschsprachigen Raum. Ihr Forschungsfeld ist das posttraumatische Wachstum und die Anwendung der Positiven Psychologie in Krisen. Bekanntheit in den Medien erlangte sie unter anderem durch ihre Veröffentlichungen im Bereich des posttraumatischen Wachstums und im Kontext der Bewältigung der COVID-19-Pandemie.
In ihren Forschungen konnte Judith Mangelsdorf belegen, dass die Wachstumserfahrungen nach positiven und negativen Lebensereignissen vergleichbar sind und eher Ausdruck der Persönlichkeit als der Erfahrung selbst. So zeigte sie etwas im Rahmen der von ihr geleiteten größten längsschnittlichen Meta-Analyse der Lebensereignisforschung, dass langfristiges Wachstum durch traumatische, aber auch einschneidend positive Erfahrungen möglich ist und sich die langfristigen Auswirkungen beider Phänomene gleichen.
Mehr erfahren
» Profil von Judith Mangelsdorf bei der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie
» Interview mit Judith Mangelsdorf "Psychische Ressourcen aufbauen" (November 2025)
» Interview mit Judith Mangelsdorf "Positives Denken ist erlernbar" (März 2021)
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Ein sehr schönes Gespräch mit vielen feinen Gedanken, die nachwirken.
Mut fassen für ein Miteinander, für das Wohl Anderer einzusetzen, wie für mein eigenes Wohl. Mut zu fassen. Tolles Interview
Vielen Dank für dieses vielschichtige Interview – besonders die Einordnung, wie stark Glück, Zufriedenheit und psychische Gesundheit von gesellschaftlichen Bedingungen geprägt sind, fand ich sehr gelungen.
Als Soziologin habe ich mich an mehreren Stellen gefragt, warum diese Perspektiven nicht noch stärker mit soziologischen Diagnosen verknüpft werden, die seit langem auf einen Rückgang gesellschaftlicher Bindekräfte hinweisen.
Gerade die Frage nach Nachhaltigkeit – weg vom individuellen „Mehr“ – erlebe ich auch ganz praktisch in meinem eigenen Leben. Ich habe mich bewusst für eine geringer bewertete Tätigkeit entschieden und merke, wie wenig solche Entscheidungen im bestehenden System Anerkennung finden.
Im Arbeitsalltag zeigt sich für mich zudem, dass Unterstützung häufig als konsumierbare Dienstleistung verstanden wird. Gleichzeitig fehlt es oft an Erfahrung und Umgang mit horizontalen, gleichwertigen Beziehungen – und das betrifft letztlich alle Beteiligten im System.
Ein Punkt, der mich dabei besonders beschäftigt:
Ein offenerer Umgang mit psychischen Erkrankungen wäre gesellschaftlich enorm wichtig – und gleichzeitig ist genau das nach wie vor mit großen Hürden verbunden.
Umso wertvoller sind Beiträge wie dieser, die unterschiedliche Einflussfaktoren sichtbar machen und zum Weiterdenken anregen.
Für mich eine immerwährende Freude:
Diese Art von Interview, diese Art von Gespräch. Beim Lauschen, beim Zuschauen geht mir das Herz auf. So viele Anregungen !
Wegweisendes Interview! Vielen Dank. Wo ich nicht zustimme, ist die Aussage, dass die meisten Menschen, die AfD wählen sich “abgehängt” fühlen, wirtschaftlich schlechter gestellt sind, etc…
Oft höre, sehe ich Menschen, die eher Angst vor den Abstieg haben, viele kommen aus der Mitelschicht. Warum Menschen die AfD wählen, ist sehr vielschichtig. Ich finde es sehr wichtig, diese vielen Menschen auch in die Verantwortung zu nehmen und nicht nur immer wieder zu schauen, was fehlt und warum radikale rechte Parteien gewählt werden.
Sehr interessant!! Lohnt sich unbedingt darüber nachzudenken
…. und Perspektive und Möglichkeitsraum zu erweitern
…. erst den eigenen, dann den von anderen.
Mehr Verantwortung auf allen Ebenen täte der Welt und uns Menschen so gut.
Ein supererfreuliches Interview, ganz besonders begeistert bin ich von den Beiträgen zum Thema: Die Vision einer Politik des Füreinander, und der Schluß: …tun weil es mir hilft mich zu verwirklichen und weil es der Welt hilt.
Die größte Herausforderung sehe ich darin, “weniger zu haben” als Glücksfaktor zu erkennen.
Aber es ist möglich.
Wenn Kinder beispielsweise diese Einstellung von Beginn an erleben.
Danke für das positive Gespräch!
Danke für das mutmachende , erfrischende Gespräch!
Vielen Dank für das interessante Gespräch! Ich denke, neben einem offenen Herzen zur Erhaltung einer Dialogfähigkeit, dem Verstehen “anders denkender” Menschen sollte aber auch die Wahrung eigener Grenzen nicht untergehen. Es muss Grenzen geben, auch in der Dialogfähigkeit, spätestens dann, wenn Menschen überhaupt nicht daran interessiert sind, mit mir in einen solchen Dialog zu treten. Ich denke auch, wie hier schon ähnlich bei den Kommentaren erwähnt, dass nicht immer nur soziale Ungerechtigkeit, finanzielle Armut oder das “Abgehängtsein” bspw. zur Wahl rechter Parteien führt, sondern hier häufig ganz andere Gründe im Vordergrund stehen. Andere Menschen nicht mit gleichen Mitteln abwerten oder schlimmer noch bekämpfen – ja; aber nicht bis zur Selbstaufgabe.
Die kleinen Dinge um mich und in mir wahrzunehmen, meine Sinne zu schärfen bedeutet für mich auch mich selbst als Teil vom Ganzen wahrzunehmen, sowohl positiv, als auch negativ und dafür auch Verantwortung zu übernehmen…auch in Siruationen, die vielleicht Mut erfordern….Empathie schafft Verbindung und die notwendige soziale Brücke zu anderen und der Welt.
Ganz herzlichen Dank für dieses klasse Interview! Klar, strukturiert, so positiv und inspirierend! Soziale Verantwortung, genau das ist es, was es braucht. Dazu mehr Füreinander, das ist das Gegenmittel für zunehmenden Egoismus. Anpackend!
Ein sehr aufschlussreiches Interview. Gerade die drei Fragen, um sein ganz eigenes Thema zu finden, fand ich großartig. Witzig, dass Judith die großen Zusammenhänge beschreibt. Ich arbeite seit Jahren daran die Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu transformieren und stoße mir immer wieder die Nase an diesen großen Zusammenhängen. Ich bin sehr getrieben von der Frage, wie man aus systemischer Sicht am besten ansetzt. Sehr oft bleibe ich dann daran hängen, dass unseren ökologischen Problemen eigentlich ein kollektives psychologisches Problem innenwohnt. Die Frage bleibt, selbst als Wirtschaftswissenschaftlerin: wie kommen wir von einem System, das Wohlstand mit einer BIP-Zahl bemisst zu einem globalen System, dass Wohlstand als komplexe Gleichung im Sinne einer Donut Economy begreift. Ziemlich spannende Forschungsfragen!
Das große Bild träumen, geht doch im kleinen Tun (Schulz von…) mit ***IDGs,*** die nicht vom Geld abhängen. Sondern Selbst Sein, Relational Denken usw. … Seelisch und Emotional entspannte Reife beitragen, statt Lösung in Komfortzonen fordern,
Ein herzerwärmendes Interview!
Siehe Sue – unterhalb – ein sehr schönes Gespräch mit viel feinen Gedanken von zwei wunderbaren Frauen – danke Judith und Hemma. Ist bei mir im Kopf und im Herzen gelandet.