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Christine Ax
Darum geht's in diesem Gespräch
Christine Ax zeigt in diesem Gespräch, wie die Rechte der Natur nicht nur eine juristische Revolution, sondern eine tiefgreifende kulturelle Wende einleiten können. Mit Beispielen wie dem Mar Menor in Spanien – einem Ökosystem, das als Rechtsperson anerkannt wurde – oder Initiativen für Flüsse wie Oder und Spree wird klar: Natur braucht eine Stimme, und wir können sie ihr geben. Doch es geht um mehr als Gesetze: Es ist ein Aufruf, unser anthropozentrisches Weltbild zu überwinden und uns als Teil der Natur zu verstehen.
Ihre Leidenschaft für Handwerk und Kreislaufwirtschaft offenbart dabei einen überraschenden Zusammenhang: Echte Nachhaltigkeit entsteht, wenn wir Dinge selbst gestalten, reparieren und teilen – statt sie wegzuwerfen. Die „Könnensgesellschaft“, in der Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, steht dabei im Kontrast zu unserer üblichen Konsumkultur. Lokale Ressourcen, dezentrale Produktion und Gemeinschaften, die auf Freundschaft statt Feindschaft basieren, sind ihre Antwort auf die Krisen unserer Zeit.
Am Ende bleibt eine Botschaft: Jede:r kann handeln – ob durch Engagement in Netzwerken, bewusste Lebensstile oder einfach die Haltung der Dankbarkeit. „Alles ist schon da“, sagt Ax. „Wir müssen nur die Angst loslassen und anfangen.“
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Biografie
Christine Ax ist eine deutsche Autorin und Expertin für Nachhaltigkeit in ihren vielfältigen Ausprägungen. Und: Sie rüttelt an den überholten Grundfesten unserer gesellschaftlichen Parameter. Arbeit insbesondere: Handwerk, wie können wir in digitalen Zeiten seinen Wert bewahren? Wirtschafts-Wachstum? Warum ist das immer noch grenzen- und zügellos möglich? Die Natur – warum verstehen wir sie immer noch als „Ding“, das wir ungefragt unterwerfen und abwirtschaften können?
Sowohl als Autorin als auch als Aktivistin und Impulsgeberin geht Christine bereits seit 30 Jahren diesen Themen auf den Grund und setzt sich für eine nachhaltige, gerechte Gesellschaft und ein gutes Leben für Alle ein.
Nach vielen Wegstationen – etwa der Gründung des Zukunftsrat der Stadt Hamburg in den 90er Jahren oder vor gut zehn Jahren des Runden Tischs Reparatur oder auch des Ernährungsrats in Kiel – konzentriert sich Christine seit einigen Jahren vor allem auf ein Projekt: dem Engagement für die Rechte der Natur.
Im Laufe der Zeit hat sich dazu ein interdisziplinäres Netzwerk gebildet, das schließlich in den Verein Netzwerk Rechte der Natur mündete, dessen erste Vorsitzende Christine seit 2023 ist. Der Verein ist Teil einer weltweiten Bewegung – organisiert etwa im Rahmen der Global Alliance for the Rights of Nature (GARN). Das Ziel: Die Natur soll als rechtlich schützenswerte Einheit anerkannt werden. Wenn dies geschieht, hat das weitreichende Folgen – auf unser Verständnis von Wachstum etwa, das erst dann passieren darf, wenn die planetaren Grenzen gewahrt bleiben. Wie das geht, legt Christine in ihrem aktuellen Ende 2025 veröffentlichten Buch „Wachstum in den Grenzen der Natur“ dar.
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In eure Schlussgedanken zur Dankbarkeit reihe ich mich gerne ein; habt ganz herzlichen Dank für dieses bereichernde Gespräch, in dem so wertvolle Impulse in mich hineingeflossen sind und Blickwinkel sich erweitern konnten, was möglich ist und werden kann.
Der Möglichkeitssinn ist wichtig. Ich hatte einmal einen Chef (kaum zu glauben, dass Chefs so wertvoll sein können!) er hat mir folgenden Satz mit auf den Weg gegeben: In Lösungen denken, nicht in Problemen. Und er hat Recht. Danke, dass Du das Interview gehört hast… Herzlich Christine Ax
Wow…so ein zauberhaftes Interview. Ich habe unfassbar viel Resonanz gespürt – Naturverbundenheit, Dankbarkeit, Handwerk, Fähigkeiten, Gemeinschaft, Fokusveränderung. Und natürlich ein extrem wichtiges Anliegen, die Rechte der Natur endlich als solche anzuerkennen. Die Rechte der Tiere dürfen gern folgen …
Mit diesem Interview habt ihr vom Verein Netzwerk Rechte der Natur definitiv ein neues Mitglied gewonnen – ich bin von Herzen gern dabei und schaue beim nächsten Netzwerktreffen vorbei.
Und Herzensdank für diese Plattform, für diesen Summit mit all den wundervollen und inspirierenden Themen und berührenden Interaktionen. Dickes Dankeschön an das Pioneers of Change-Team!
Liebe Sue, wir freuen uns auf Dich. Christine
Dies Interview war so gut !
Wahrung der Natur, Hervorheben des Handwerks, Miteinander Sein in Freundschaft und Gemeinschaft, Reparieren und Organisationsprozesse anstoßen und Vieles mehr. Alles Themen die mich ehrlich berührt haben. Frau Ax hat dies so herzlich und menschlich vorgetragen . Gerne folge ich ihrem Beispiel. Auch fühlte ich mich in meinem Tun an einigen Stellen bestärkt. Ich empfinde große Dankbarkeit an (Christine und Martin)für das Kennenlernen auf diesem Wege.
Eva
Liebe Eva, das hat mich jetzt sehr berührt und froh gemacht. DANKE Christine Ax
Danke für das Wort “Könnensgesellschaft”
Ja, ich kenne noch einfache Verhältnisse aus dem Bauernhof meiner Eltern, wo sie sehr Vieles selbst gemacht haben.
Damals ging es, weil auch andere mit bescheidenen Mitteln klar kamen.
Ich mag auch gerne auf das schauen, was möglich ist und werbe oft dafür.
Danke und weiterhin Freude, Lachen und Zuversicht, das hat mir gerade sehr gut getan.
Gabriele E.
Danke Gabriele. Wir können viel mehr als wir denken, dass wir können:) Es lohnt sich immer es zu versuchen. Auf mich hat das Selber machen oder Reparieren immer eine heilende Wirkung. Es rettet mich vor dem Gefühl der Hilflosigkeit. Es ermutigt mich.. Und so geht es allen Menschen (glaube ich). Herzlich Christine Ax
“Alles ist da”, JA, das zeigt mir die Natur, jeden Tag auf´s Neue. Nach der Bärlauchernte, der Begeisterung über die ersten rosa Blüten am Pfirischbaum, die Mauerbiene auf dem Balkon, der Fahrt zum Wertstoffhof (Elternhaus räumen), passte dieses Gespräch so gut. Von Herzen DANKE an euch beide, Christine Ax und Martin.
Liebe Margarete. Genauso empfinde ich es auch. Ich hätte es nicht schöner sagen können. Danke Christine Ax
Danke für das inhaltsreiche Gespräch, mit so vielen wunderbaren Gedanken und Projekten zur Erhaltung der Natur. Naturrecht, fast schon eine Illusion, jedoch die Wahrnehmung und Achtsamkeit trägt Früchte. Kreislaufwirtschaft Natur;
Heike
ich bin sehr berührt durch Christine Ax und das Interview, soviele Aspekte, die ich genauso sehe . Ihre Freude und ihr wunderbares Lachen, spricht mir aus dem Herzen. Ich möchte gern in meinen Möglichkeiten, bin 82, etwas tun, um bei den Rechten für die Natur mitzuhelfen. Dankbarkeit ist auch mein großes Thema. Grosses Danke Frau Ax und den Pioneers of Change.
Liebe Heike,
du hast deine Eindrücke wunderbar formuliert. Und ich bin sicher, dass du bald einen Weg findest, dich für die Rechte der Natur einzusetzen. Es genügen die kleinen Handlungen…
Eva aus München
Liebe Heike, ich freue mich sehr über Deine Anwort. Vielleicht möchtes Du Mitglied werden? Bei Treffen dabei sein? Es gibt auch Frauen in Hessen, die sich für den Wald einsetzen? Vielleicht möchtest du mit Ihnen in Kontakt sein? Schön, dass es Dich gibt. Christine
Liebe Ilona, Danke für Dein großes Herz und Dein großes Verstädnis. Christine Ax
Danke, dass Du Deine Gedanken mit mir teilst. Christine
Sooo schön das Interview mit Christine Ax. Ja, zauberhaft ist das passende Wort.
Liebe Christine, Dein Einsatz für die Rechte der Natur und neues Naturverständnis, das uns Menschen zu Hüter:innen unserer Mitwelt macht – die uns jeden Tag nährt – ist existenziell soooo wichtig. Danke für Euer Engagement.für die Rechte der Natur.
Danke auch für die Verbindung zu dem was wir mit unseren Händen lernen und einbringen können und wie wir uns gegenseitig stärken können (Montagszauber – zum Einstieg in die Woche)
Dein reizendes Lachen reißt alle Grenzen nieder
Danke Martin für dein wunderbares Zuhören und deine Fragen.
Liebe Friede. Ich vermisse Dich. Christine
Liebe Christine, Dein Beitrag war so gut, so Mut machend, einfach, freundlich.
Ich danke Dir sehr dafür.
Lieber Arnold, welche schöne Worte Du hier findest.. Mut ist so wichtig.. Herzlich Christine Ax
Danke für dieses aufmunternde Interview. 🙂
Hallo Heiko! Schön, dass Du dabei warst. Wir können in der Regel mehr als wir denken! Christine Ax
Ein sehr inspirierendes Interview mit so zentralen Aspekten über die dringend notwendige Weiterentwicklung unseres Rechts- und auch Demokratieverständnisses (weg von einer anthropozentrischen Weltbild-Basis).
Allerdings fehlte mir bei der Beschreibung der Verfassungsänderung in Ecuador 2008 die Erwähnung bzw. Anerkennung des Beitrags indigener Gruppen vor Ort. Zwar erwähnte Frau Ax später im Gespräch die Māori als Support für eine deutsche Initiative und gegen Ende auch indigene Literatur, die sie gelesen hat; aber ich hätte mir gerade bei dem Thema „Rechte für die Natur“ und speziell dem ecuadorianischen Beispiel etwas mehr Anerkennung bzw. „Highlight“ für die indigenen Gemeinschaften gewünscht.
Bspw. Ecuador: Organisationen wie die CONAIE, Dachverband der indigenen Nationalitäten Ecuadors, brachten die Konzepte Pachamama (Mutter Erde) und Sumak Kawsay („Gutes Leben“ oder Buen Vivir) in den Prozess der Verfassungsänderung ein. Das war zentral für das Gelingen.s
Lieber Gabriel, es tut mir leid, dass Du den Eindruck hast, ich würdige diese Menschen und ihren Kampf und ihre Erfolge nicht genug. In unserem Netzwerk und bei GARN (www.garn.org) ist ihr Beitrag nicht hoch genug einzuschätzen. Wir geben uns immer wieder Mühe das deutlich zu machen. Ich vermute, dass Du in diesem Kontext aktiv bist? Das ist super! Danke dafür. Ich versuche es das nächste Mal besser zu machen. Christine Ax
Passend zu diesem – ich greife das Wort sehr gerne auf – zauberhaften Interview hier ein Hinweis für Menschen aus Österreich:
Der Verein CLAW http://www.climatelaw.at führt strategische Klimaklagen durch, damit Umweltschutz für die Verantwortlichen nicht nur blanke Theorie bleibt und durch Umsetzung des Rechts neue Verhältnisse geschaffen werden. Die Gründerin, Rechtsanwältin Michaela Krömer, wurde im PoC Summit 2022 interviewt, letztes Monat hat der Verein sein 3½ jähriges Bestehen und die bisherigen Aktivitäten gefeiert.
Auch dieser höchst engagierte Verein freut sich über finanzielle Unterstützung 😉
https://www.climatelaw.at/spenden.html
Liebe Iris, Danke für diese wertvollen Hinweise. Das Thema wird auch in Österreich inzwischen immer wichtiger… ich freue mich auf die Tagung in Fresach Denk.Raum.Fresach.. dort wird Tilo Wesche sein und die SPÖ-Abgeordnete Herr, die sich für die Rechte der Natur einsetzt… unterstützt von allen österreichischen Umweltanwaltschaften.. wow!!!
Ich bin beeindruckt von der so notwendigen Diskussion um AnthropoCentrique in dieser achtsamen Öffentlichkeit.
Die Dimension der (menschlichen =) AnthropoCentrique möchte ich deutlich machen :
* Rechtsstellung des Planeten Erde* ( bzw des Flusses Oder) in der DefinitionsMacht -auf der Grundlage – des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
stelle ich darum in den Vergleich zu altüberlieferter Indigener Wertschätzung mit dem alltäglichen Gruß “Mitacuye Oyasin” ( Lakota )
Der Volksmund (meine Oma) stellte mir mal die Frage –
Was war zuerst da: Die Henne oder das EI" . Für mich treffender ist in diesem (rechtlichen) Zusammenhang ein Vergleich : Wieviel Wasser gibt es auf dem Planeten Erde. Kannein Trophen´ Wasser behaupten ich bin der EIGENTÜMER aller Meere auf dem Planeten Erde ? !Vielen Dank an Frau Christine Ax
und an die Pioneers of Change