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Alfred Grand
Darum geht's in diesem Gespräch
Stell dir vor, es gäbe eine Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel produziert, das Klima schützt, Artenvielfalt fördert und Böden regeneriert – und dabei noch krisensicher ist. Alfred Grand, Biobauer und Visionär aus Niederösterreich, beweist mit seiner Grandfarm und Marktgärtnerei, dass genau das funktioniert! Er zeigt, wie kleine Flächen große Erträge bringen – ganz ohne Pestizide oder schwere Maschinen – und warum Regenwürmer seine wichtigsten Lehrmeister waren.
Besonders spannend: Seine Taskforce Marktgärtnerei, die sich für bessere Rahmenbedingungen einsetzt, damit jeder Zugang zu gesunden Lebensmitteln hat. Dieses Interview macht Mut und Hoffnung – und zeigt, dass jeder einen Beitrag leisten kann. Lass dich inspirieren!
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Biografie
95 Prozent unserer Lebensmittel kommen aus dem Boden. Damit ist der Erdboden – im Zusammenspiel mit Wasser und Luft – die wichtigste Ressource, die wir für unser Überleben benötigen. Er braucht Achtsamkeit und muss gesund erhalten werden. Einer, der sich dies zur Lebensaufgabe gemacht hat, ist Alfred Grand.
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Auf seiner GRAND FARM, einem Forschungs- und Demonstrationsbauernhof – dem ersten dieser Art in Österreich – zeigt er, wie sich regenerative Landwirtschaft betreiben lässt, die den Boden nährt, anstatt ihn auszubeuten – und wie diese damit auch zum Erreichen von zwölf der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele beiträgt. Blühstreifen locken Insekten, Nisthilfen ziehen Nützlinge an. Auf kleinster Fläche betreibt Alfred eine sogenannte Marktgärtnerei, anstatt große Monokulturfelder zu bewirtschaften. Das Agroforstsystem hält den Boden fruchtbar – das 90 Hektar große Areal der Grand Farm sorgt für stabile Erträge und fördert zugleich die Artenvielfalt. Neben seinem Team weiß Alfred dabei viele emsige Mitwirtschaftende an seiner Seite: Milliarden von Regenwürmern sorgen für einen ganz besonderen, unvergleichlichen Humus.
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Seine Vision: 2035 hat jede größere Gemeine/Kommune eine eigene Marktgärtnerei, die die lokale Bevölkerung mit gesunden, regionalen Lebensmitteln versorgt. Dazu hat Alfred ein Netzwerk von über 90 Expert:innen aus Landwirtschaft, Verwaltung, Forschung und Bildung ins Leben gerufen. Gemeinsam arbeiten sie an besseren Rahmenbedingungen, z. B. durch die Integration von Marktgärtnerei in landwirtschaftliche Ausbildungen.
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Eigentlich sollte es ganz anders kommen: In Absdorf in Niederösterreich in einer für den Weinanbau bekannten Region aufgewachsen, schickten Alfreds Eltern ihn auf die Weinbauschule. Doch bei einer Reise in die USA lernte er das Prinzip der Wurmkompostierung kennen. Zurück in Österreich suchte Alfred den Austausch mit Wissenschaftler:innen an der Universität für Bodenkultur und beteiligte sich an den ersten Forschungsprojekten. So entstanden innerhalb weniger Jahre Kooperationen mit beinahe allen relevanten Forschungsinstitutionen in Österreich und 2019 letztendlich die GRAND FARM.
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In Angelegenheiten der Bodenbewirtschaftung hat Alfred hat bereits die EU-Kommission beraten. Seit 2019 ist die GRAND FARM außerdem Teil des Lighthouse Farm Network, einer Initiative der namhaften niederländischen Agrar-Universität Wageningen. Dieses Netzwerk verbindet 11 ausgewählte landwirtschaftliche Betriebe aus der ganzen Welt. 2025 wurde Alfred unter die Top 50 Farmers Europas gewählt, eine europaweite Initiative, die alljährlich die 50 innovativsten Bäuerinnen und Bauern Europas mit ihrer Vision einer regenerativen Landwirtschaft vor den Vorhang holt.



Ich bin ein Regenwurmfan
Vor vielen Jahren machte ich eine Schulung der Naturkommunikation – die Gefühle von Tieren und Pflanzen übersetzt netterweise mein Gehirn in Worte… Bei einer schamanischen Reise nahm ein Regenwurm meine Seele mit. Wir glitten durch wunderbar weiche Erde und ich spürte ein tiefes tiefes Gefühl von Frieden. Diese Friedensenergie im Gemüse ist doch heilend nährend!
Wie froh bin ich, daß es Menschen wie Alfred Grant gibt, die es wagen, gegen den Strom zu schwimmen! Dafür bedanke ich mich!
Danke für Deinen Einsatz. Ich fühle einfach Dankbarkeit für diesen Beitrag an das Leben.
Danke für diese tolle Arbeit für die Menschheit
Wunderbar! Danke! So inspirierend 🌿🌾🌸
Genau die Informationen, die ich für meine im vergangenen Jahr im Rahmen eines Mentoring in „seelengeführt leben“ aufgeploppte Vision eines „Raum für frei sich bilden und menschliches Miteinander“ mit Wohnraum, Lernraum/ Seminarraum, SeniorenWG, Selbstversorgung, Permakultur, Renaturierung , Werkstätten und jetzt auch der Idee des Marktgartens benötige, so dass ich nun alleine dieses Interviews wegen das Kongresspaket gekauft habe (was ich zunächst vermeiden wollte, da es aktuell bis vergangenen Freitag garnicht in mein aktuelles Budget passte).
Schon durch die Einstimmungsvideos erfuhr ich von der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo mir das Herz aufging, weil ich damit weiß, dass es Orte wie den meiner Vision bereits gelebt gibt und mir Informationen und wahrscheinlich auch Unterstützung nun zufließen.
Wohltuend, von so einer grundlegend guten, nährenden Arbeit zu hören, die so viele Bereiche/Ebenen umfaßt/berührt ! Mir scheint, eine Marktgärtnerei entspricht auch in etwa den Demeter-Höfen (ohne Tierhaltung und ohne den anthropos.Hintergrund) , oder?
Noch ein paar Assoziationen dazu: “Laßt eure Lebensmittel eure Heilmittel sein “(von Hippokrates oder Paracelsus?…) Und ein chin. Sprichwort lautet: “Egal wer der Vater einer Krankheit ist, die Mutter ist immer die Ernährung” . So dienen wir einem umfassenderen Gesundheitsverständnis.
Von dem weltweit bekannten indischen spirituellen Lehrer, Sadhguru, gibt es seit ein paar Jahren
den dringenden Appell und die Kampagne “Save Soil ! “, wo er auf die Erhaltung gesunder Böden hinweist, die lebenswichtig für die Menschheit ist.
Humus und Humilitas ( Menschlichkeit) haben einen gemeinsamen Wortstamm.
“Think global, act local”
Lieber Alfred, liebe Hemma, bin so begeistert über Euer Interview. Danke Alfred, dass Du so mit Mutter Erde arbeitest und sie anscheinend durch Eurer Hände Arbeit viel zurückgeben kann. Danke auch für Deine Forschungs-und Vernetzungsarbeit und die Arbeit mit Kindern. Etwas so Tolles und Resilientes wie die Marktgärtnereien wird sich verbreiten. Da bin ich sicher und wünsche Dir, Deiner Grand Farm und der Task Force dafür von Herzen Glück und gutes Gelingen. 1000 Dank für dieses extrem interessante und mutmachende Gespräch!
So wunderbar von der Praxis und ganz an der Basis. Schön…
DANKE für dieses wunderbare Interview. Jedes Jahr genieße und schätze ich diese WUNDER-volle Vielfalt, die Ihr von den Pioneers of Change durch Eure Beiträge anbietet. Das Interview mit Alfred Grand zeigt mir einen wahren “Professor” – jemanden, der mir etwas vermitteln kann, auch wenn ich mich noch nicht so viel mit Regenwürmern 🙂 beschäftigt habe (wobei ich zu jenen Menschen gehöre, die sie bei Regen von der Straße in die Felder tragen :-)) oder auch wo ich zum ersten Mal den Begriff “Marktgärtnerei” so wirklich höre und verstehe. Es fühlt sich so an, als hättet Ihr alle und insbesondere Alfred mir so ein kleines Gemüsepflänzchen geschenkt. Mal sehen, wo das hinwächst. Vielen herzlichen Dank!
großartig und ENDLICH habe ich in Wien einen Markt gefunden, wo ich ohne Zweifel einkaufen kann. Gibt es so etwas auch für Fisch, Fleisch? Wenn ja, bitte um Info
Sehr schön und umfassend gedacht. ich finde ja auch, dass jedes Dorf, jeder Ort seine eigene Gemüsegärtnereien braucht, damit alle gut, gesund, vor Ort versorgt sind und mitbekommen (können), wie ihr Gemüse wächst und wer es für sie anbaut. “Einfach eine Markt-Gärtnerei gründen”, kann auch heißen, sich zusammen zu tun, Gärtnernde zu suchen, Land zu suchen, einen Kreis von Abnehmer*innen aufzubauen und so mit etwas Beharrlichkeit gemeinsam zu starten. Die Seite https://www.solidarische-landwirtschaft.org ist dafür eine hervorragende Plattform und Beratung gibt es dort auch. Auch dort sind Menschen, die nicht auf politische Rahmenbedingungen warten, sondern loslegen, zeigen was geht und auch eine selbstorganisierte Ausbildung entwickelt haben. Mitmachen, Spenden, Vernetzen… es gibt so viele Möglichkeiten sich einzubringen. Als Gemüsegärtnerin sind meine liebsten Mitarbeiter auch die Regenwürmer!
Danke für die klare und so verständliche Art, Deine Erkenntnisse zuvermitteln, v.a. für die Bereitschaft es zu tun. Fasziniert hat mich auch die Leidenschaft dahinter (ohne Missionierungszwang). Eine Erinnerung dazu führt mich an eine Stelle bei St.Exupéry, wo es sinngemäß heißt: der Gärtner, der seinen Garten liebt, braucht nicht das Ungeziefer/-kraut zu bekämpfen, denn er achtet darauf, dass es denn Pflanzen (dem ganzen Garten) gut geht. Euer Ansatz bezieht letztlich in den Garten das gesellschaftliche Gefüge insgesamt mit ein – toll!
So cool! Es is so schön zu hören, mit welcher Selbstverständlichkeit hier projektmöglichkeiten in der direkten Umgebung in der biolandwirtschaft beschrieben werden. wir können tatsächlich alle was tun! Wie schön!
“Mein Garten ernährt die Welt” – Danke für deinen Beitrag Alfred Grant! Menschen wie dich braucht die Welt! die nicht nur umfassend denken sondern auch umfassend umsetzen!
…jaa…..wow…DANKE für dieses ganz besonders ermutigende Interview !!!
Sooooo coool !!!
Gratis Bio-Lebensmittel für alle! Es gibt zwei Varianten, um Zivilisationskrankheiten zu reduzieren: entweder über Ernährungsumstellung oder durch medikamentöse Behandlung. Die medikamentöse Behandlung ist 6mal teurer als die Ernährungsumstellung. Rückschluss der Studien [das ist meine Lieblingsstelle]: die Bio-Lebensmittel-Produzenten könnten durch den Staat bezahlt werden und die Bio-Lebensmittel gratis an alle hergegeben werden – es würde so viel Geld im Gesundheitssystem einsparen, dass noch Geld übrig bleiben würde.
Kommentar von mir: Bei dieser Berechnung sind vermutlich die Einsparungen, die darüber hinaus im Umwelt-, Arten- und Klimaschutz generiert würden, noch nicht berücksichtigt.
Es wäre toll, wenn diese Studie verlinkt würde.
Vielen Dank für diese gesundheits-, resilienz- und friedenstiftende Vision Marktgärtnereien flächendeckend zu etablieren. Möge sich Deine Vision über die ganze Erde verteilen und Regierungen die Produzenten bezahlen und alle Menschen Bio-Lebensmittel kostenfrei erhalten!
Ich wünsche mir, dass die nächste Regierung Inkl Landwirtschaftsministerin diese bio Marktgärtnereien zu 100% ausfinanziert, damit sich die Bevölkerung kostenfrei ernähren kann! Ohne wesentliche Medikamente nehmen zu müssen! Die lobby der Pharma muss vorher entmachtet werden!
Super schön klarer Typ – Die Hände in der Erde!