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Dieses Wochenende (27.-29. März) gibt’s alle Interviews des 10. Pioneers of Change Online Summit nochmal kostenfrei zum Ansehen! Über 30 inspirierende Interviews zum Thema „Wurzeln für Morgen – Wenn die Welt wankt, wofür sind wir jetzt da?”
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Allgemeiner Summit Text
Wurzeln für Morgen: Wenn die Welt wankt – wofür sind wir jetzt da?
Die Welt ist im Umbruch – und vieles, das uns Halt gab, trägt nicht mehr. Wir erleben Unsicherheit, Überforderung, Ratlosigkeit. Die Suche nach Orientierung wird existenziell: Wie kann es jetzt wirklich weitergehen?
Wurzeln für Morgen ist eine Einladung, in dieser Zeit wieder Boden zu finden – jenseits des Alarm-Modus: Hinschauen, was geschieht. Spüren, was trägt. Und ins Handeln kommen – aus Verbundenheit statt aus Angst.
Zum 10. Pioneers of Change Online Summit halten wir inne, lernen aus den Entwicklungen der letzten Jahre – und fragen: Was ist jetzt wirklich dran?
Der Summit in drei Bewegungen:
1) Hinschauen – Orientierung & größere Muster
Jenseits der Krisen-Hysterie die größeren Zusammenhänge erkennen: Was geschieht wirklich unter der Oberfläche? Welche großen Geschichten prägen unser Leben Welche großen Erzählungen haben unsere bisherige Welt geprägt – und welche neue Geschichte könnte uns in Zukunft helfen?– und wo zeigen sich bereits Ansätze für eine andere Zukunft?
2) Hinspüren – Innere Stärke & verwurzelte Haltung
Die äußeren Krisen wirken nach innen. Was, wenn sie uns nicht schwächen, sondern vertiefen? Wir erkunden, wie innere Klarheit und lebendige Kraft wachsen können – und wie ein berührtes Herz zur Quelle für wirksames Handeln wird.
3) Hinwenden – Gelebte Praxis & Vorbilder
Überall entstehen regionale Inseln des Gelingens: Solidarische Landwirtschaft, Nachbarschaftsnetzwerke, neue Bildungswege, demokratische Beteiligung, Mitmachregionen, regenerative gemeinschaftsgetragene Wirtschaft. Wie stärken wir unseren Handlungsmut, das Mögliche zu tun? Wie stärken wir, was funktioniert? – und gehen den nächsten Schritt.
Was dich erwartet: Täglich Interviews und Impulse. Live-Calls und ein Workshop-Programm am zweiten Wochenende. Eine Community, die nicht nur reden, sondern wachsen und wirksam werden will. Und vor allem: das Gefühl, nicht allein zu sein.
Social Media Text
Wenn die Welt wankt – Was trägt jetzt wirklich? – 10. Pioneers of Change Online Summit | 12.–23. März 2026
Die Welt ist im Umbruch – und vieles, das uns Halt gab, trägt nicht mehr. Wir erleben Unsicherheit, Überforderung, Ratlosigkeit.
Die Suche nach Orientierung wird existenziell: Wie kann es jetzt wirklich weitergehen?
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem wir fragen dürfen:
Was trägt uns? Und: Wofür sind wir jetzt da?
Wurzeln für Morgen ist eine Einladung, in dieser Zeit wieder Boden zu finden – jenseits des Alarm-Modus: Hinschauen, was geschieht. Spüren, was trägt. Und ins Handeln kommen – aus Verbundenheit statt aus Angst:
– Welche Orientierung braucht unsere Zeit?
– Wo spüren wir Sinn – in Freundschaften, Gemeinschaft, Natur, einer Aufgabe oder einem Traum?
– Wie stärken wir das, was funktioniert – und was ist unser nächster Schritt?
Beim 10. Pioneers of Change Online Summit verbinden wir:
Größere Muster erkennen – hinschauen
Resilienz & Empathie stärken – hinspüren
Wirksame Wege gehen – hinwenden
Was du mitnimmst:
Täglich inspirierende Interviews
Workshops, die deinen Alltag bereichern können
Live-Calls, um mittendrin zu sein
Eine Community, in der wir gemeinsam am Wandel arbeiten
Praxistipps, die deine Wandelgestaltung stärkt
Melde dich jetzt kostenfrei an:
https://summit.pioneersofchange.org/
Und wenn du magst:
Erzähl es weiter. Dieser Summit lebt davon, dass Menschen wie du ihn mit anderen teilen.
Hier findest du alles zum Weitersagen: https://summit.pioneersofchange.org/share/
#WurzelnFürMorgen #OnlineSummit2026 #PioneersOfChange #Resilienz #Verbindung #KollektiveKraft #Transformation #communitypower #peoplepower #ecosia
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Sujets der Speaker
diese werden laufend aktualisiert
Sacred Activism: politisches Handeln, das in Verwurzelung beginnt – nicht in Empörung.
In diesem Gespräch entwickelt sie, was das konkret bedeutet. Verwurzelung heißt: die eigene Abstammungslinie kennen, wissen woher das Wasser kommt, die Lieder der Vorfahren kennen. Jeder Mensch ist bereits jetzt ein Vorfahre – jede Handlung und jede Untätigkeit zählt. Der Genozid in Palästina, sagt sie, ist der meistdokumentierte der Geschichte. Niemand kann sagen: Ich wusste es nicht.
Daraus folgt eine politische Haltung, die sie das liebende Nein nennt: Widerstand ohne Feindschaft und Entmenschlichung. Sie unterscheidet zwischen Israelis und Zionismus, zwischen Person und Handlung, zwischen Trauma und seiner Instrumentalisierung. Wer jüdische Menschen nicht liebt, sagt sie, hat kein Recht, Israel zu kritisieren.
Palästina, sagt A'ida, ist ein Land von außergewöhnlicher Schönheit – mit vier Jahreszeiten gleichzeitig, mit Gaza als historischem Tor der Menschheit aus Afrika in die Welt. Diese Schönheit kommt in medialen Darstellungen kaum vor. Was die Menschen dort zeigen, ist die Fähigkeit, „Schmerz in Poesie zu verwandeln“.
Und für alle, die sich überwältigt fühlen, empfiehlt sie: Raus in die Natur. Zur Ruhe kommen. Dann fragen – was ist meines zu tun?
Nach dem Interview hat sich A'ida mit einer Bitte an uns gewandt.
Direkt danach haben wir ein kurzes Zusatzvideo aufgenommen, wo sie sich an uns wendet mit einem Anliegen. Du findest es hier:


![]() | Privat |
Stell dir vor, es gäbe eine Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel produziert, das Klima schützt, Artenvielfalt fördert und Böden regeneriert – und dabei noch krisensicher ist. Alfred Grand, Biobauer und Visionär aus Niederösterreich, beweist mit seiner Grandfarm und Marktgärtnerei, dass genau das funktioniert! Er zeigt, wie kleine Flächen große Erträge bringen – ganz ohne Pestizide oder schwere Maschinen – und warum Regenwürmer seine wichtigsten Lehrmeister waren.
Besonders spannend: Seine Taskforce Marktgärtnerei, die sich für bessere Rahmenbedingungen einsetzt, damit jeder Zugang zu gesunden Lebensmitteln hat. Dieses Interview macht Mut und Hoffnung – und zeigt, dass jeder einen Beitrag leisten kann. Lass dich inspirieren!


Ali Mahlodji nimmt uns mit auf eine Reise durch Höhen und Tiefen – von der Flucht als Kleinkind aus dem Iran bis zum Aufbau seines gefeierten Social Startups Watchado. Sein Leben ist geprägt von extremen Herausforderungen: Depressionen, der Rauswurf aus dem eigenen Unternehmen, der Tod seiner Mutter und zugleich die Geburt seiner Tochter. Doch gerade diese Krisen wurden zu Wendepunkten. Ali zeigt, wie sich aus scheinbaren Niederlagen neue Kraft schöpfen lässt – durch innere Ausrichtung, Emotionsarbeit und die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.
Seine Botschaft ist klar: Wir leben in einer Welt, die viele Menschen überfordert und in der negative Stimmungen oft dominieren. Doch statt uns davon lähmen zu lassen, können wir den Blick auf das richten, was funktioniert – und vor allem auf das, was wir selbst verändern können. Mahlodjis Philosophie des bedingungslosen Schenkens, seine Überzeugung, dass Geben auch uns selbst glücklicher macht, und sein Glaube an die Kraft des Einzelnen stehen dabei im Mittelpunkt.
Sein Lebensweg steht für Resilienz, Mut und die Bereitschaft, sich den eigenen Ängsten zu stellen. Für ihn beginnt „die Welt retten“ im Kleinen: indem wir uns selbst und anderen Raum geben, uns von Erwartungen lösen und das Leben trotz aller Widrigkeiten feiern. Eine inspirierende Erinnerung daran, dass wir die Fähigkeit haben, unsere eigene Geschichte zu schreiben.



In diesem inspirierenden Gespräch beschreibt die Psychologin, Unternehmerin und Zen-Meisterin Anna Gamma, wie Stille und Meditation seit 45 Jahren ihr „tägliches Brot“ sind und ihr helfen, innere Klarheit zu finden und sich von ihrer inneren Stimme leiten zu lassen.
Anna Gamma spricht offen über ihre Erfahrungen mit patriarchalen Strukturen in Kirche, Universität und Zen. Statt zu kämpfen, sucht sie nach neuen, egalitären Wegen und betont die Bedeutung von Verbundenheit und Heilung auf der Mikro-, Meso- und Makroebene. Ihr Appell: „Bleib auf der Spur deiner Sehnsucht“ und „Jeder Mensch ist ein Wunder“. Sie ermutigt uns, trotz gesellschaftlicher Rückschläge an unseren Visionen festzuhalten.
Ein Gespräch, das zeigt, wie spirituelle Praxis und politisches Handeln Hand in Hand gehen – und warum es sich lohnt, die „Heiligkeit der Würde“ in uns und anderen zu erkennen.


![]() | Stefan Peter Fotografie |
Vor 40 Jahren begannen Bettina Behrendt und ihr Mann mit nichts als einem Kopierer und einer Idee – heute ist „Rettet den Regenwald“ eine Bewegung, die weltweit indigene Communities unterstützt und Konzerne herausfordert. Doch Behrendt geht es um mehr als Kampagnen: In ihrem Film Re.Earth sucht sie nach einer Sprache, die nicht den Verstand, sondern das Herz berührt. Warum? Weil echte Veränderung dort beginnt, wo wir uns nicht nur informieren, sondern ergriffen fühlen.
Ihre Begegnungen mit indigenen Gemeinschaften – etwa bei nächtlichen Guayusa-Zeremonien in Ecuador – zeigten ihr, was wir verloren haben: ein Bewusstsein der Verbundenheit mit der Natur, das nicht kämpft, sondern brennt. „Ich kämpfe nicht gegen etwas“, sagt sie, „ich brenne für etwas.“ Diese Haltung prägt alles: ob im Umgang mit Rückschlägen („David gegen Goliath“ ist ihr Alltag), der Zerstörung des Regenwalds („Hinschauen reicht nicht“) oder der Frage, wie wir selbst wirksam werden können. Ihr Rat ist so einfach wie radikal: „Finde, wo dein Herz brennt – und geh dorthin.“ Denn wie ein Keimling, der sich durch dunkle Erde kämpft, braucht auch unser Handeln manchmal nur einen Funken Vertrauen, um schließlich das Licht zu erreichen.
Dieses Interview ist eine Einladung, die eigene Ohnmacht infrage zu stellen – und zu begreifen, dass Realität veränderbar ist. Nicht durch Größenwahn, sondern durch kleine Schritte, die aus Überzeugung wachsen. Re.Earth zeigt, wie das geht: mit Mut, Poesie und dem unerschütterlichen Glauben daran, dass selbst die größten Probleme nicht in Stein gemeißelt sind. Sondern in uns.


![]() | Privat |
Unser heutiges Wirtschaftssystem trennt uns – von der Natur, voneinander und von dem, was uns wirklich trägt. Charlotte von Wulffen und Johannes Wüllenweber zeigen einen anderen Weg: gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften. Hier geht es nicht um anonymen Konsum oder Konkurrenz, sondern um Verantwortung, Vertrauen und echte Beziehungen.
Nicht nur solidarische Landwirtschaften – viele Betriebe können gemeinsam finanziert und gestaltet werden – ohne Ausbeutung, mit mehr Verbundenheit. Jeder Beitrag zählt, ob Zeit, Ideen oder Geld. Die Botschaft: Wir müssen die Welt nicht allein retten, aber wir können alle beitragen – und so Verantwortung für unsere regionale Versorgung übernehmen. Die Tools dafür gibt es schon. Es braucht nur den ersten Schritt.


![]() | Leuphana Media Studio / Juliane Wüllenweber (CC BY 4.0) |
Christine Ax zeigt in diesem Gespräch, wie die Rechte der Natur nicht nur eine juristische Revolution, sondern eine tiefgreifende kulturelle Wende einleiten können. Mit Beispielen wie dem Mar Menor in Spanien – einem Ökosystem, das als Rechtsperson anerkannt wurde – oder Initiativen für Flüsse wie Oder und Spree wird klar: Natur braucht eine Stimme, und wir können sie ihr geben. Doch es geht um mehr als Gesetze: Es ist ein Aufruf, unser anthropozentrisches Weltbild zu überwinden und uns als Teil der Natur zu verstehen.
Ihre Leidenschaft für Handwerk und Kreislaufwirtschaft offenbart dabei einen überraschenden Zusammenhang: Echte Nachhaltigkeit entsteht, wenn wir Dinge selbst gestalten, reparieren und teilen – statt sie wegzuwerfen. Die „Könnensgesellschaft“, in der Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, steht dabei im Kontrast zu unserer üblichen Konsumkultur. Lokale Ressourcen, dezentrale Produktion und Gemeinschaften, die auf Freundschaft statt Feindschaft basieren, sind ihre Antwort auf die Krisen unserer Zeit.
Am Ende bleibt eine Botschaft: Jede:r kann handeln – ob durch Engagement in Netzwerken, bewusste Lebensstile oder einfach die Haltung der Dankbarkeit. „Alles ist schon da“, sagt Ax. „Wir müssen nur die Angst loslassen und anfangen.“


Im Gespräch im Europakloster Gut Aich teilt Bruder David Steindl-Rast seine tiefen Erfahrungen und Einsichten aus seinem fast 100-jährigen Leben. Er spricht davon, was es bedeutet, ehrfürchtig zu leben – nicht nur untereinander als Menschen, sondern mit allem, was uns umgibt.
Diese Haltung der Ehrfurcht und des Respekts vor allem Leben brauchen wir auch, wenn wir im Außen politische Machtstrukturen verändern wollen. Er sieht in der Zusammenarbeit und im Aufbau von Netzwerken eine Möglichkeit, Machtpyramiden zu überwinden. Sein Appell ist klar: Wir gehören zusammen und können gemeinsam handeln, um eine Welt zu schaffen, die auf Respekt, Gerechtigkeit und Mitgefühl basiert.
Und: Bruder David ermutigt dazu, darauf zu vertrauen, dass das Leben es gut mit uns meint und uns in jedem Moment Gelegenheiten bietet zu handeln. Statt uns von den eigenen Vorstellungen in die Irre führen oder unserer Furcht blockieren zu lassen, lädt er uns ein, einfach den nächsten Schritt zu tun: „Das Leben weiß es besser. Immer wieder hinhören auf: Was will das Leben jetzt, heute, in diesem Augenblick von mir – und was gibt es mir für eine Gelegenheit?“
Dieses Interview führte Hemma gemeinsam mit dem jungen Klima-Aktivisten Max Fuchslueger.


![]() | Diego Ortiz Mugica |
In einem intensiven und emotional dichten Gespräch schildert Francis Weller, warum wir uns in einer Zeit der kollektiven Leere befinden – und wie wir sie überwinden können. Seit Jahrtausenden sind weiße Kulturen von ihren Wurzeln abgeschnitten: Rituale, Ahn:innen, Gemeinschaften wurden durch Kolonialisierung, Kapitalismus und Konsum ersetzt. Das Ergebnis? Eine chronische Sehnsucht nach Fülle, die wir vergeblich in Macht, Besitz oder Ablenkung zu stillen versuchen.
Doch Weller bietet einen anderen Weg: er macht uns Mut, uns gemeinsam der Trauer über diesen Verlust zu stellen. Seine Botschaft ist klar: Trauer ist kein Feind, sondern eine Einladung zur Initiation in eine reifere, tiefere Art zu leben. Wie wir die „lange Dunkelheit” meistern, vor der wir stehen? Durch Kartsaluni – das gemeinsame Sitzen in der Stille, um uns wieder mit dem zu verbinden, was wirklich zählt. Indem wir unsere Glühfäden der Liebe zu den Bäumen, Tieren und Ahn:innen ausstrecken, erinnern wir uns: Wir sind nicht allein. Und genau das ist der erste Schritt, um die Welt – und uns selbst – zu heilen.


![]() | Privat |
Friedemann Schulz von Thun zeigt: Echte Kommunikation beginnt nicht mit Techniken, sondern mit uns selbst. Als „Mann des Friedens“ (sein Name ist Programm!) entwickelte er Modelle, die Millionen helfen – vom „Vier-Seiten-Modell“ bis zur Kunst der Stimmigkeit. Sein Geheimnis? „Der wichtigste Kommunikator bist du selbst – wie du mit deinen Gefühlen umgehst, wenn andere Emotionen zeigen.“
Sein dreistufiger Dialogweg – Verstehen, Verständnis, Einverständnis – macht’s möglich: Zuerst verstehe ich die Perspektive des anderen, ohne sie zu bewerten. Dann prüfe ich, ob ich Verständnis entwickeln kann – selbst wenn ich am Ende sagen muss: „Hier bin ich nicht einverstanden.“ Schulz von Thun betont: „Verstanden ist nicht einverstanden. Brücken bauen und klare Grenzen ziehen – beides gehört zusammen.“
Sein Lebensmotto: „Mensch zu sein und Mensch zu werden – das ist mein Auftrag.“ Ein Gespräch, das zeigt: Echter Frieden entsteht nicht durch Anpassung, sondern durch klare Haltung und offene Ohren.


![]() | Privat |
Gabriel Baunach zeigt, wie aus persönlicher Betroffenheit und innerer Suche kraftvolles Handeln entsteht. Seine „Klimareise” begann mit einem Dokumentarfilm, der ihn erschütterte – doch statt in Ohnmacht zu verfallen, fand er im Handabdruck einen Ansatz, der Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft stärkt. Statt sich auf den eigenen Fußabdruck zu konzentrieren, fragt er: Wie können wir Strukturen verändern, damit klimafreundliches Verhalten für alle einfacher wird?
Sein Engagement reicht von lokalen Initiativen bis zu internationalen Klimaverhandlungen, doch sein Herz schlägt für die kleinen Schritte: Klimagespräche ohne Schuldzuweisungen, Nachbarschaften, die Resilienz schaffen, und eine Naturverbundenheit, die uns daran erinnert, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Besonders berührend ist seine Erkenntnis, dass Hoffnung oft zu Leid führt – stattdessen plädiert er für Aspiration: eine flexible, im Jetzt verankerte Haltung, die uns handlungsfähig hält.
Sein Appell: „Geht zurück zur Natur und lasst sie euch heilen.“ In einer Zeit, in der viele sich verloren fühlen, erinnert er uns daran, dass wir nicht allein sind – und dass wir gemeinsam Räume schaffen können, in denen wir uns gegenseitig tragen. Sein Weg zeigt: Veränderung beginnt im Inneren, wirkt aber nach außen – und sie ist möglich, Schritt für Schritt.


![]() | Anna Masiukiewicz |
Mit persönlichen Geschichten und berührenden Schlüsselerfahrungen spannt Gerald Häfner einen lebendigen Bogen von Politik über Anthroposophie zur Kraft jedes Einzelnen, den Weltenlauf zu verändern. Er gewährt uns tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Politik, erzählt von aufrichtigen Fragen und menschlichen Begegnungen als Schlüssel zum Brückenbauen und zeigt Schritte auf, die wir jederzeit setzen können, um Neues zu gestalten und uns wiederzuverbinden.


Gerald zeigt in diesem Interview, warum wir an einem historischen Wendepunkt stehen: Alte Hierarchien kollabieren, KI stellt uns vor existenzielle Fragen – und doch liegt gerade darin die Chance für echten Wandel. Hüther erklärt, warum Konflikte uns krank machen, wie wir als Subjekte – nicht als Objekte – behandelt werden müssen, und was echte Beheimatung bedeutet: das Gefühl, gebraucht zu werden und dazuzugehören.
Seine Botschaft ist klar: Resignation ist keine Option. Stattdessen brauchen wir den Mut, uns als „Liebende“ in der Welt zu bewegen – in Familien, Schulen und Kommunen. Lokale Initiativen wie die „Stadt des Miteinander“ beweisen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist: eine, in der Menschen sich gegenseitig wertschätzen, statt sich zu bekämpfen. Hüthers eigene Geschichte – von der Flucht aus der DDR bis zur Verwurzelung in einem neuen Zuhause – zeigt, wie Kraft aus Verbundenheit entsteht.
Die KI, so Hüther, ist dabei kein Feind, sondern enthüllt schonungslos unsere Denkfehler und zwingt uns, uns zu fragen, was uns wirklich menschlich macht. Die Antwort liegt nicht in Rationalität allein, sondern in unserer Fähigkeit zu fühlen, zu lieben und Verantwortung zu übernehmen. Jetzt geht es darum, Inseln der Kohärenz zu schaffen – in uns selbst, in unseren Familien und in unseren Gemeinschaften. Wer das versteht, wird Teil einer Bewegung, die die Welt von unten nach oben verändert.


Heide Göttner-Abendroth zeigt: Matriarchate sind keine Utopie, sondern historisch bewährte Gesellschaftsformen – egalitär, konsensbasiert und am Leben orientiert. In ihnen entscheiden Clans und Sippen ohne Hierarchie, Konflikte werden gewaltfrei gelöst, und Männer wie Frauen leben Fürsorge für das Leben.
Während patriarchale Systeme heute mit Gewalt auf Wandel reagieren, wachsen weltweit Bewegungen, die diese Prinzipien wiederbeleben: von Öko-Initiativen bis zu indigenen Gemeinschaften. Heide Göttner-Abendroth appelliert eindringlich, dass es jetzt an der Zeit ist, dass sich die verschiedenen Initiativen zusammenschließen und gemeinsam den Wandel in die Welt bringen. Denn: „Das Patriarchat bietet keine Zukunft mehr.“
Und sie ermutigt, sich von den Drohgebärden des Patriarchats nicht einschüchtern zu lassen: „Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Lassen wir uns nicht lähmen – sondern machen wir weiter, mit noch mehr Energie!“
Dieses Interview macht Mut: Die Werkzeuge für eine lebenswerte Gesellschaft existieren – wir müssen sie nur nutzen.


![]() | Maresa Jung |
Wie verändert man Systeme, ohne dabei auszubrennen? Wie baut man Allianzen zwischen Menschen, die sonst nie zusammenkämen? Und was hat eine besetzte Region im Kaukasus mit unserer Arbeit als Changemaker zu tun?
Jakob Detering, Leiter des Impact Hub Wien, gibt keine einfachen Antworten – aber sehr ehrliche. Er spricht über die Spannung zwischen Wachstum und Vertiefung, über „Missionsgetriebenheit als Gefahr" und darüber, warum Transformation sich kultivieren lässt, aber nicht herstellen. Und er erzählt, wo er seinen größten Antrieb findet: „jeden Morgen und jeden Abend in die Augen meines Sohnes zu schauen und das Blachsen und Entdecken der Welt zu beobachten" – und trotzdem sagt: „Die Zukunft ist zu gestalten – sie ist noch nicht definiert."
Ein Gespräch, das bewegt – und zum Handeln einlädt.


![]() | Privat |
Jane Davidson nennt sich selbst eine sture Optimistin – und das ist eine gelebte Haltung. In diesem Gespräch erzählt sie, wie diese Haltung eine Idee in ein Gesetz verwandelte – und warum Wales heute das einzige Land der Welt ist, das einen rechtlichen Mechanismus zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele hat.
Der Kern des "Wellbeing of Future Generations Act" ist eine entscheidende Unterscheidung: Er wandelt die Pflicht, Nachhaltigkeit zu unterstützen, in die Pflicht, sie zu umsetzen. Alle öffentlichen Stellen sind gesetzlich verpflichtet, kooperativ, präventiv und langfristig zu denken – und ein unabhängiger Beauftragter für künftige Generationen überwacht, ob das auch passiert. Der Moment, in dem das alles klar wurde? Eine 45-minütige Zugfahrt von Bristol nach Cardiff.
Sie erzählt auch, wie Jahrzehnte in Bildung, Armutsbekämpfung und Gleichberechtigung alles vorbereitet hatten, ohne dass sie es selbst wusste. Aufgewachsen in Zimbabwe, geprägt von einer üppigen Natur, die sie in Europa langsam schwinden sah – und von einem Moment als Kind, der ihr Gerechtigkeitsgefühl für immer formte.
Und dann wird es konkret: Was kann jede und jeder tun – von der Wahl der Bank bis zum Einkauf vor Ort? Jane Davidson lebt das selbst – nicht als Verzicht, sondern aus leidenschaftlicher Überzeugung.


Es beginnt mit einem einfachen „Grüß dich“ – und sofort ist da diese seltene Qualität von Gespräch: Vertrautheit, Leichtigkeit und die Bereitschaft, sich wirklich einzulassen. Johannes Heimrath spricht nicht in Thesen, sondern aus einem gelebten Leben: über das, was trägt, wenn Sicherheiten bröckeln, über Trauer, die bleibt und sich verwandelt, und über Vertrauen, das nicht behauptet, sondern gelebt wird.
Hier geht es um große Fragen, aber ohne große Gesten: Wie lebt man in einer Welt, die aus den Fugen gerät? Was bedeutet Verantwortung, ohne sich in Schuld zu verstricken? Und wie kann man mit dem, was ist, einverstanden sein, ohne es deshalb gutzuheißen? Heimrath denkt dabei weder zynisch noch vertröstend. Er schaut genau hin – und bleibt offen für Schönheit, Maß und Menschlichkeit.
Besonders berührend wird das Gespräch dort, wo es konkret wird: bei Nachbarschaft, die hält, wenn Systeme wanken; bei Zugehörigkeit, die nicht abstrakt bleibt, sondern handfest wird; bei lokaler Resilienz, die nicht auf Rettung wartet, sondern selbst handelt. Nicht die große Lösung steht im Zentrum, sondern das Tragfähige im Nahen.
Und dann ist da noch dieser leise, weitreichende Faden: die Schönheit des Notwendigen. Die Ahnung, dass wir die Welt vielleicht anders behandeln würden, wenn wir sie nicht nur nutzen, sondern als etwas Schönes begreifen. So wird dieses Gespräch zu einer Einladung, genauer zu leben – wacher, schlichter, verbundener. Nicht mit fertigen Antworten, sondern mit einer Haltung, die trägt.
Johannes war 2017 schon einmal zu Gast beim Summit, dieses Interview findest du als Bonus im Kongresspaket.


In ihrem Interview spricht Judith Mangelsdorf über individuelles und kollektives Wohlbefinden und zeichnet die Vision einer Gesellschaft des Füreinanders. Es geht darum, weniger danach zu streben mehr zu haben, zu tun und zu wollen und stattdessen soziale Gerechtigkeit und gegenseitige Unterstützung als Grundlage für Glück zu erkennen. Zuversicht, Sinn und Freude können dabei Möglichkeitsräume und gelingende Veränderung maßgeblich stärken.


Julia zeigt mit dem Together-Netzwerk in Kärnten, wie regionale Resilienz konkret funktioniert: Ein lebendiges Netzwerk, das Menschen durch Lebensmittelrettung, Kunst, Wohnprojekte und Nachbarschaftshilfe verbindet. Was als spontane Idee im Supermarktcontainer begann, wurde zu einer Bewegung, die heute tausende inspiriert – nicht aus Planung, sondern aus dem Wunsch heraus, lokal etwas zu verändern.
Ihre Botschaft ist klar: „Einfach anfangen!“ – aber auch lernen, sich anzupassen und Verantwortung zu übernehmen. Statt in Ohnmacht zu verfallen, setzt sie auf konkrete Schritte, Eigenverantwortung und gelebte Vorbilder. „Wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst, ist das der Anfang von allem.“
Julia zeigt mit Together, was in einer Region möglich wird, wenn Menschen sich verbinden, gemeinsam handeln und Gemeinschaft aktiv gestalten – statt auf große Lösungen zu warten.


„Was bleibt, wenn die Welle zurückweicht?“ 2019 schien alles möglich: Fridays for Future füllte die Straßen, das Klimavolksbegehren sammelte 400.000 Unterschriften – und plötzlich bewegte sich auch die Politik. Doch dann kam Corona. Dann der Krieg. Plötzlich war Klima wieder nur ein Thema unter vielen. Was tun, wenn der Schwung nachlässt?
Katharina Rogenhofer hat mit dem Kontext Institut eine klare Antwort: „Wir müssen den Diskurs verbreitern – und uns selbst stärken.“ Statt nur über CO₂ zu streiten, setzt sie auf Kreislaufwirtschaft, die Wirtschaft und Umwelt verbindet. Statt in gesellschaftlichen Blasen zu bleiben, bringt sie ungewöhnliche Partner:innen zusammen – vom Bundesheer bis zur Industrie. Und statt in Ohnmacht zu verfallen, fragt sie: „Wo spüren wir Selbstwirksamkeit?“
Ihr Geheimnis? „Weich werden, um stark zu bleiben.“ Traumaarbeit, geteilte Führung und die Gewissheit: „Es reicht, ein Puzzleteil beizutragen – Hauptsache, wir bleiben handlungsfähig.“ Denn die größte Gefahr ist nicht der Widerstand von außen, sondern die Vereinzelung. Ihr Appell: „Sucht euch Verbündete. Findet eure Wirksamkeit. Und lasst uns gemeinsam die Bläschen zum Kochen bringen.“


![]() | Martina Draper |
HINWEIS: Wenn du mit Ken Wilber's Theorien nicht so vertraut bist, kannst du dir vorab das Erklär-Video mit Michael Habecker anschauen. Darin erklärt er zentrale Begriffe, die im Interview mit Ken Wilber vorkommen. Zusätzlich findest du hier ein Glossar mit Definitionen und Grafiken zu wichtigen Interview-Stellen. Ganz herzlichen Dank an Hilde Weckmann und Michael Habecker vom Integralen Forum Deutschland für die großartige Unterstützung!
Glossar zum Gespräch mit Ken Wilber
Ken Wilber teilt in diesem Gespräch seine persönliche und intellektuelle Reise. Er beschreibt, wie tiefgreifende Lebenserfahrungen, wie die Pflege seiner todkranken Frau Treya, ihn zu einer radikalen Transformation führten: Selbsttranszendenz als Weg zur Entdeckung des wahren Selbsts.
Seine Erkenntnisse zeigen, dass wir uns in einer Phase des kollektiven Übergangs befinden, in der alte Identitäten und Strukturen hinterfragt werden. Wilber betont, dass dieser Prozess nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich stattfindet – von traditionellen (Amber) über moderne (Orange) zu postmodernen (Green) und integralen (Teal) Entwicklungsstufen.
Die fünf Dimensionen der Ganzheit – Waking Up, Growing Up, Cleaning Up, Opening Up und Showing Up – bieten dabei einen Rahmen, um persönliches und kollektives Wachstum zu verstehen. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Dimensionen ermöglicht es uns, Konflikte zu überwinden und eine tiefere Verbindung zu uns selbst und der Welt herzustellen.


Laura Grossmann spricht darüber, wie Menschen in unsicheren Zeiten nicht in Ohnmacht erstarren, sondern handlungsfähig bleiben können. Mit Humus und der Impulsakademie schafft sie Räume, in denen Wissen geteilt, Strategien entwickelt und kollektive Handlungskraft gestärkt wird – in Workshops, Strategieklausuren und Begleitprozessen.
Im Gespräch erzählt sie auch von ihrem aktuellen Projekt, der Nachbarschaftsgewerkschaft in Wien, die Menschen mit ähnlichen Anliegen zusammenbringt und lokale Solidarität praktisch werden lässt. Es geht um Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und die Frage, wie aus Vereinzelung gemeinsames Handeln entstehen kann.
Laura spricht offen über Überforderung, Hoffnung und darüber, warum gerade das Handeln selbst ein Weg aus der Ohnmacht sein kann. Ihr Appell ist klar: nicht auf den perfekten Moment warten, sondern anfangen, sich verbinden und gemeinsam ins Tun kommen. Denn Veränderung beginnt dort, wo Menschen einander ernst nehmen, Verantwortung teilen und entdecken, dass sie nicht allein sind.


![]() | Privat |
Martin Strele beweist: Echter Wandel entsteht durch unternehmerischen Mut und konkretes Tun – nicht durch Petitionen. Als er und sein Partner 500 Elektrofahrräder auf eigenes Risiko kauften – ohne sicher zu wissen, ob sie sie verkaufen könnten –, verpfändeten sie dafür sogar ihre eigenen Wohnungen. „Wenn das nicht geklappt hätte, säßen wir heute nicht hier“, sagt er. Doch es klappte: Sie wurden zum damals größten Pedelec-Kunden Europas.
Als „freies Radikal“ packt er Probleme an der Wurzel an – ob beim Kauf von Gehrechten, um Flächen zu retten, oder mit Kochkursen, die Klimaschutz „nebenbei“ vermitteln. Sein Geheimnis? „Menschen müssen spüren, dass sie selbst etwas tun können.“ Statt in Ohnmacht zu verfallen, setzt er auf Selbstwirksamkeit.
Seine Vision? Bis 2076 soll in Vorarlberg kein privates Grundeigentum mehr existieren – stattdessen eine Stiftung, die Nutzungsrechte vergibt. Doch der Weg dorthin ist pragmatisch: „Wir schaffen Fakten – nicht durch Forderungen, sondern durch Taten.“
Seine Botschaft ist klar: Handeln ist besser als Reden. Und gemeinsam geht es leichter. Ein Gespräch, das Mut macht – und Lust, selbst aktiv zu werden.


![]() | Darko Todorovic |
Nora Bateson lädt uns ein, die Welt nicht als starres System, sondern als lebendigen, sich ständig wandelnden Organismus zu begreifen. In einer Zeit der Polykrise – geprägt von wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen – betont sie die Bedeutung von Bewegung, Intimität und transkontextuellem Denken. Statt in Erstarrung und Hoffnungslosigkeit zu verfallen, zeigt sie Wege auf, wie wir durch tiefe Beziehungen, die Wahrnehmung von Komplexität und das Loslassen von Schubladendenken echte Veränderung bewirken können.
Ihr Appell: Veränderung entsteht dort, wo wir uns der Komplexität unserer Beziehungen stellen – in unseren Familien, Freundschaften und im Umgang mit uns selbst. Indem wir uns auf das konzentrieren, was unter der Oberfläche brodelt, und lernen, flexibel wie eine Wurzel zu sein, können wir neue Lösungen finden. Batesons Botschaft ist klar: Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Mut, uns auf den Prozess des Lernens und der Verbindung einzulassen.


![]() | Privat |
Otto Scharmer beschreibt unsere Zeit als doppelte Bewegung: Während ökologische, soziale und innere Fundamente erodieren, bildet sich unter der Oberfläche etwas Neues. Er verwendet dafür das Bild einer Zitterpappel in Utah (USA), dem größten und vermutlich ältesten Organismus der Welt. An der Oberfläche sieht es wie Zehntausende einzelne Stämme aus, aber unter der Erde sind sie über ein einziges Wurzelgeflecht verbunden. Auch wir können als soziale Wesen solche Verbindungen bilden.
Die „Inseln der Kohärenz“ – lokale Räume, in denen drei Beziehungen erneuert werden (zur Erde, zueinander, zu uns selbst) – sind die Keimzellen des Wandels. Scharmer betont: „Es geht nicht um große Gesten, sondern um die Disziplin, unsere Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo wir direkt wirksam sind.“
Er schildert, wie sehr ihn Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend prägten: Als der elterliche Bauernhof in Schutt und Asche lag, lehrte ihn sein Großvater: Kopf hoch, mein Junge. Blick nach vorn. Übersetzt für unsere heutige Situation: Nicht auf das starren, was verloren ist – sondern fragen: Was wird durch dieses Ereignis möglich? Genau das ist der Aufruf: „Handeln, wo wir stehen. Verbinden, was getrennt scheint. Und vertrauen, dass das Unsichtbare trägt.“


![]() | Privat |
Was, wenn die Wurzeln für morgen schon längst da sind – wir sie nur noch nicht erkennen? Peter Wohlleben, Förster, Aktivist und Pionier einer neuen Weltsicht, enthüllt in diesem Gespräch, wie Wälder uns lehren, was wahre Regeneration bedeutet: Kooperation statt Konkurrenz, Resilienz statt Ausbeutung, Leben statt Profit.
Die Natur ist kein stummer Hintergrund, sondern ein lebendiges Netzwerk: Bäume kommunizieren über Wurzeln, Bakterien machen Ökosysteme widerstandsfähig, und selbst zerstörte Flächen heilen sich, wenn wir sie lassen. Die Frage ist: Wollen wir endlich zuhören?
Peter selbst hat 30 intensive Jahre hinter sich – Burnout, Mobbing, Beamtenstatus gekündigt, gegen erbitterte Widerstände einen neuen Forstwirtschafts-Studiengang initiiert, Jane Goodall getroffen. Seine Haltung daraus: hinschauen, Positives sehen, ins Handeln kommen.
Peters Botschaft passt perfekt zum Summit: Jede:r kann etwas tun. Mit kleinen Schritten. Mit bewussten Entscheidungen. Mit dem Mut, alte Systeme zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Denn die Natur zeigt uns, wie es geht – wir müssen nur bereit sein, ihre Sprache zu verstehen.


In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerät, suchen wir nach Boden unter den Füßen. Dieses Gespräch schenkt ihn uns – nicht als fertige Antwort, sondern als Einladung: Was trägt uns, wenn nichts mehr trägt? Zwei Frauen, tief verwurzelt in indigenem Wissen und Naturverbindung, teilen ihre Erfahrungen: wie Steinkreise zu Sprachrohren der Erde werden, wie Tränen in der Wüste zu unerwarteter Stärke führen und warum ein Löwenzahn im Beton mehr Kraft hat, als wir ahnen.
Sie erzählen von der Radikalität des Einfachen: sich hinzusetzen und wahrzunehmen, die Erde zu küssen wie einst die Bäuer:innen in Lettland, die Stimme zu erheben – nicht im Kampf, sondern in Anteilnahme. Ihre Geschichten zeigen: Hoffnung ist kein blinder Optimismus, sondern die Bereitschaft, uns überraschen zu lassen – von der Erde, den Ahnen, dem Leben selbst.
Hier wird klar: Wir sind nicht Opfer der Zeit, sondern ihre Gestalter:innen. Indem wir uns erinnern, wer wir sind – Teil eines heiligen Netzes aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Indem wir uns einheimisch machen: durch Fragen, Staunen, Handeln. Und indem wir begreifen, dass selbst in der größten Dunkelheit ein Lichttor wartet – wenn wir den Mut haben, hinzuschauen.


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Die Welt steht an einem Scheideweg – zwischen Profitgier und einer Zukunft, die Menschen, Planet und Frieden priorisiert. Sandrine Dixson-Declève, frühere Co-Präsidentin des Club of Rome, zeigt, wie wir diese Herausforderung meistern können. In diesem Interview erklärt sie, warum Klimakrise, soziale Ungleichheit und demokratischer Rückschritt keine unabwendbaren Schicksale sind, sondern Herausforderungen, die wir gemeinsam überwinden können.
Mit Leidenschaft spricht sie über lokale Lösungen, die Kraft von Frauen und die Dringlichkeit, jetzt zu handeln. Ihr Appell: „Leisten wir Widerstand– diese Zeit verlangt Mut und Menschlichkeit!“


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In einer Welt, die uns ständig einredet, es sei „fünf vor zwölf“, zeigt Sascha Haselmayer einen radikal anderen Weg auf: die Slow Lane. Als Sozialunternehmer und Autor hat er erlebt, wie schnelle Lösungen oft nur oberflächliche Wirkung entfalten – während nachhaltige Veränderungen langsam, mühsam und unspektakulär beginnen. Doch genau dort, wo wir Geduld üben und anderen Raum geben, liegen die wahren Schätze.
Haselmayer erzählt von prägenden Momenten – wie der Katastrophe von Fukushima, die ihn von Vorurteilen befreite, oder dem Gefängnis in London, wo Gefangene erstmals mit der Leitung auf Augenhöhe Lösungen erarbeiteten. Seine Botschaft: Echte Veränderung gelingt nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen – in uns selbst und in andere. Ob in der Familie, in sozialen Bewegungen oder in der Politik: Wer zuhört, Macht teilt und Brücken baut, schafft die Basis für Wandel, der trägt.
Sein Appell ist klar: „Die Slow Lane ist kein fauler Weg – sie ist die härteste Arbeit am Großen Ganzen.“ Wer bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen, findet nicht nur Lösungen, sondern auch neue Verbündete in unerwarteten Orten. Eine Einladung, langsamer zu werden – um weiter zu kommen.


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Was wäre, wenn der Aufstand der Jugend gar nicht nur die Jungen betrifft? Simon Marian Hoffmann bringt einen Gedanken mit, der sitzt: Wir haben nicht nur ein inneres Kind – wir haben auch einen inneren Jugendlichen. Den Teil in uns, der damals Ideen hatte, Ideale, den Wunsch, etwas zu verändern. Und der bei vielen irgendwann verstummt ist.
Er erzählt offen vom Scheitern: Zwei Jahre hat er alles dafür gegeben, einen Deutschen Jugendrat im Bundestag zu etablieren. Dann wurde das Projekt von einem Lobbyverband gestoppt, dessen Vorsitzende Mitte 60 sind – und trotzdem entscheiden, wer für die Jugend spricht.
Aus diesem Schmerz heraus entstand etwas Neues: das, was er Jugendhochkultur nennt – ein Feld, in dem Ideen landen, Flow entsteht, Menschen aufblühen. In der Uni Art City und im Flow Valley entwickeln junge Menschen heute statt Abitur einen Bildungsbrief, den bereits erste Unternehmen akzeptieren.
Sein klarster Appell: Ältere sollen nicht sagen, wie es geht – sondern zuhören, Räume öffnen, Vertrauen schenken. Denn wenn sich beide begegnen, entsteht Magie.


![]() | Marco Lebold |
Stefan Wallner, Stratege zwischen österreichischen Sozialorganisationen, Politik und Wirtschaft, zeigt: Veränderung gelingt nicht durch Aussteigen, sondern durch kluges Einsteigen. Sein Weg – vom 28-jährigen Caritas-Generalsekretär in der Asylkrise bis zum Kabinettschef in der türkis-grünen Koalition – beweist, wie Pragmatismus und Empathie selbst in polarisierten Zeiten wirken. Ob beim Gründen der „Zweiten Sparkasse“ für Menschen ohne Konto oder beim Durchsetzen des Gemeinnützigkeitspakets: Entscheidend ist, die Schmerzpunkte des Gegenübers zu verstehen – und Lösungen zu schaffen, die alle „herzeigen“ können.
Im Gespräch erklärt er, warum wir derzeit kein Scheitern der NGOs erleben, sondern eine Krise durch eigenen Erfolg.
Er ermutigt, die Spielräume für das eigene Wirken zu finden, vor allem auf kommunaler Ebene. Und sich dabei auch selbst herauszufordern. Wallners Botschaft: „So gut ich kann – und kein bisschen weniger.“ Ein Plädoyer für mutiges Handeln, wo andere resignieren.


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Tomas Björkman beschreibt, wo wir gerade stehen, mit einem Bild aus der Physik: Wir befinden uns an einem Bifurkationspunkt – einem Scheideweg, an dem eine Zivilisation entweder zusammenbricht oder auf eine neue Ebene der Komplexität durchbricht. Das letzte Mal, dass die westliche Welt so einen Punkt erlebte, war die Aufklärung – und die war alles andere als friedlich.
Seine Antwort auf diese Herausforderung sind die Inner Development Goals (IDGs) – ein globales Framework für die inneren Fähigkeiten, die wir brauchen, um die äußeren Nachhaltigkeitsziele wirklich zu erreichen. Fähigkeiten wie Systemdenken, Empathie, Selbstreflexion und die Bereitschaft, mit Unsicherheit umzugehen. Tomas beschreibt sie schmunzelnd als Touristenkarte der inneren Welt – keine vollständige, keine wissenschaftliche Karte, aber ein guter Orientierungspunkt für alle, die neu in diesem Terrain sind.
Besonders persönlich wird es, wenn Tomas erzählt, wohin ihn seine eigene Reise gerade führt: Der lebenslange Atheist und Naturwissenschaftler entdeckt Theologie – nicht als Dogma, sondern als jahrtausendealte Tradition des partizipativen Wissens. Und er gesteht offen: Er selbst spürt gerade mehr Energie in der Dimension des Seins als im Handeln.
Seine praktische Empfehlung für turbulente Zeiten ist überraschend einfach: äußeren und inneren Lärm reduzieren – ob durch Natur, Musik, Stille oder Bewegung. Und dann: Beziehungen vertiefen – zu sich selbst, zu anderen, zum Planeten, und sogar zu zukünftigen Generationen.


![]() | Peter Knudson |
Uli Feichtinger zeigt: Veränderung beginnt dort, wo wir stehen. Als Physikerin, Vizebürgermeisterin von Gmunden und Feminine-Leadership-Coach verbindet sie verschiedene Welten – und beweist, dass jeder Ort ein Wirkungsfeld ist.
Ihr Weg startet mit einem Weckruf: der Irak-Krieg und die Frage „In welcher Welt wird mein kleiner Sohn leben?“ Statt zu resignieren, handelt sie – lokal, konkret, mit anderen. Ob Klimastrategie 2030 (partizipativ mit Bürger:innen entwickelt) oder PV-Anlagen auf Gemeindewohnungen gegen Energiearmut: Feichtinger setzt auf Pilotprojekte, die Schule machen, und auf Frauensolidarität als Kraftquelle.
Ihr Credo: „Wenn es das schon gäbe, was du vermisst, bräuchte es dich nicht.“ Gerade in polarisierten Zeiten appelliert sie an uns alle: „Fass dir ein Herz – und bringe dein Licht in die Welt.“ Ein Interview, das Mut macht, genau dort anzufangen, wo wir sind.


Wolfgang Oels von Ecosia zeigt in diesem Interview, wie eine Suchmaschine weit mehr bewirken kann als nur Informationen zu liefern: Sie kann Klimaschutz finanzieren, digitale Souveränität stärken und neue Wege für demokratische Teilhabe aufzeigen. Hier wird deutlich, warum der Wechsel zu nachhaltigen Alternativen nicht nur ein technischer Akt ist, sondern eine politische Entscheidung – und wie jeder Einzelne damit globale Geldströme umlenken kann.
Das Gespräch geht weit über Technologie hinaus: Es zeigt, warum unsere politischen und wirtschaftlichen Systeme dringend Reformen brauchen, um echte Verantwortung und langfristige Lösungen zu ermöglichen. Ecosia beweist dabei, dass Ökologie und Digitalisierung keine Gegensätze sein müssen – sondern gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können.
Vor allem aber gibt dieses Interview konkrete Antworten darauf, was jede:r von uns heute tun kann, um Teil der Veränderung zu werden – sei es durch bewusste Entscheidungen im Digitalen oder durch Engagement für eine demokratischere und nachhaltigere Welt. Ein Gespräch, das Hoffnung macht und zum Handeln einlädt.
» Unsere Kooperation mit ECOSIA beim Summit


![]() | Shane McMillan |
Auch dieses Jahr sind wir während des Summits im Landhotel Yspertal eingeladen und wollen unsere Gastgeber:innen vorstellen (Interview vom Summit 2025).
Im Landhotel Yspertal zeigen Elisabeth und Diethold, wie Essen mehr sein kann als nur Nahrungsaufnahme: Es ist ein kraftvoller Hebel für eine bessere Welt. Diethold, einst Journalist, fand im ländlichen Gastgewerbe seine Berufung – nicht als klassischer Hotelier, sondern als Visionär, der Nachhaltigkeit und Bewusstsein in den Mittelpunkt stellt. Gemeinsam mit Elisabeth, die mit Leidenschaft und Experimentierfreude kocht, verwirklichen sie ein Konzept, das auf regionalen, saisonalen und biologischen Lebensmitteln basiert.
Hier wird nicht einfach nur gekocht – hier werden Beziehungen gelebt: zum Boden, zu den Zutaten, zum Team und zu den Gästen. Die Küche ist offen, Reste werden kreativ verwertet, und jeder Teller erzählt eine Geschichte. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und anfänglicher Skepsis in der Region zeigt das Landhotel, wie ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gemeinschaft stärkt.
Elisabeth und Diethold wünschen sich, dass mehr Menschen die Neugierde und den Mut finden, selbst zu kochen – mit regionalen Zutaten, ohne Scheu vor Experimenten. Ihr Appell: Lasst uns gemeinsam essen, was die Welt besser macht.





